Aktuelles aus der Brennerei

Rumfässer am 7. 2. 2012
Scheunentheke

Der Tagesspiegel

31.12.2011 von Claus-Dieter Steyer, Berlin

Darauf einen Spreewald-Whisky

Die Brennerei des Landgasthofs in Schlepzig erhielt für ihre Schnapskreation „Sloupisti“ eine Topnote wegen der „exzellenten Klarheit der Aromen“.

 

Schlepzig – Gurken, Erdbeeren oder Spargelstangen aus dem Spreewald sind bekannt. Dass aber auch außergewöhnliche Whisky-Sorten aus der Urstromniederung südlich Berlins kommen, ist neu. Die Brennerei für steht in einem ehemaligen Bauerngehöft im kleinen Schlepzig, 80 Kilometer südlich Berlins am östlichen Tor zur Lagunenlandschaft gelegen. Deren Qualität hat den Autor der international anerkannten „Whisky-Bibel“, Jim Murray, nach einer Kostprobe geradezu euphorisch reagieren lassen. Er bewertete den dreijährigen „Single Malt Sloupisti“ auf der 100-Punkte-Skala gleich mit unglaublich klingenden 94 Zählern und ordnete ihn als „Super-Whisky mit einer exzellenten Klarheit der Aromen“ ein.

Der Name „Sloupisti“ erklärt sich leicht. Er bedeutet Schlepzig auf sorbisch und drückt das besondere Verhältnis des Schöpfers des hochprozentigen Getränks zu seiner Wahlheimat aus. Denn eigentlich stammt der 60-jährige Torsten Römer aus Bremen. Doch schon seit dem 1. Januar 1993 führt er den heute renommierten Landgasthof „Zum grünen Strand der Spree“ am Rande von Schlepzig. „Ursprünglich suchten meine Frau und ich vor 20 Jahren nur ein Ferienhaus und stießen dabei auf das leer stehende Gasthaus“, sagt Römer, der zu dieser Zeit als Radiologe gutes Geld in Berlin verdient hatte. „Die Lage sagte uns gleich zu, obwohl wir erst gar nicht in den Schankbetrieb einsteigen wollten.“ Die Idee dafür sei eher zufällig in einer Silvesternacht geboren worden. Römer knüpfte an eine lange Tradition an. Ein Schriftstück, das sich in den Unterlagen fand, datierte die erste Gastwirtschaft auf dem Areal auf das Jahr 1771 zurück.

Auf Anhieb hatte der damalige Küchenchef eine Gault-Millau-Kochmütze erworben, ehe 1998 mit der Eröffnung der Gasthausbrauerei der Betrieb zusammen mit zahlreichen Hotelzimmern in größere Dimensionen vorstieß und die Feinschmeckerqualität nicht mehr im Vordergrund stand. Dafür sprach sich im ganzen Spreewald der ganze Geschmack der verschiedenen Biersorten herum, zu denen bald Obst- und Getreidebrände sowie Liköre aus eigener Herstellung hinzukamen.

Irgendwann kam dann Idee, einmal die Malzmaische als Grundlage für einen guten Whisky anzusetzen. Der gebrannte Sud reifte in einem Fass offensichtlich in drei Jahren so gut, dass die Qualität selbst welterfahrene Fachleute in Schottland überzeugte. „So ein Ritterschlag des Whisky-Papstes Murray stimuliert natürlich“, sagt Römer, der selbst gar kein großer Fan der gebrannten Spezialität ist und höchstens mal den Finger ins Glas hält. „In drei Jahren läuft dann das Geschäft so richtig an, wenn größere Mengen aus extra ausgesuchten Fässern abgefüllt werden können.“ Schon jetzt könnten Liebhaber aber immer eine Kostprobe „Sloupisti“ erhalten. Ein Anruf vor dem Ausflug sei aber ratsam.

Derweil plant der Hotelier schon den nächsten Coup. Nach Wodka und Gin will er erstmals in Brandenburg Rum aus Zuckerrohr herstellen. Kostproben sollen im kommenden Frühjahr im neuen Brennereihof schräg gegenüber vom Landgasthof angeboten werden. Thorsten Römer kümmert sich auch um die Nachsorge: Für den Neujahrsmorgen hat sich der Gastwirt eine besondere Aktion als Ergänzung zum Katerfrühstück ausgedacht. Mehrere Kähne sollen ab 12 Uhr zur „Rollmopsfahrt“ auf den Fließen starten.

Weitere Informationen zu den vielen Angeboten unter Tel. 035472/6620 und unter www.spreewaldbrauerei.de

28.11.2011, Brenngeräte 2 und 3, und noch viel Unordnung.

Das Vergeistungsgerät ist bestellt

und in der Fertigung.

 

 

 

Carola Plinsch-, destilliert, kontrolliert, etikettiert, expediert, kassiert,

 

fotografiert von Harry Schnitger

 

Eröffnung des Brennereihofes "SPREWALDINI" am 14. April 2012

Prototyp "5 Metalfilter" / Rumfässer für uns!

Grappa di Hauswand

der Verkostungs/Verkaufsraum füllt sich

Der Eisladen "Spreewaldini" und das erste Eis. Unsere Bonbonmaschine.

Sloupisti – Super-Whisky aus dem Spreewald


Geschrieben am 4. Juni 2011 von Ivo in Genuss, Whisky

Sloupisti heißt der „Super-Whisky“ aus dem Spreewald, dem Jim Murray 94 von 100 möglichen Punkten in einem Tasting gab. Eine wahre Ehre, von dieser Whisky-Koryphäe eine solche Auszeichnung zu erhalten, gerade für einen deutschen Whisky. Der Hersteller des Sloupisti, Dr. Thorsten Römer mit seiner Spreewälder Feinbrand & Spirituosenfabrik, gibt für den Grund dieses Erfolgs folgende Einschätzung ab: „Zufall, Zeit, Glück.“Als, Radiologe, der im besten Alter ist, das Geld bereits gemacht hat und das Berliner Villenviertel für ländliche Ruhe aufgibt, kann man sich eine solche Experimentierfreude natürlich auch leisten. ;) Umso besser, wenn dann so etwas wie der Sloupisti dabei herauskommt.

Der Sloupisti ist ein Zufallsprodukt

Römer hatte rein aus Experimentierfreude in seiner Brennerei Malzmaische angesetzt, anschließend in ein kleines Fass abgefüllt – und im Tagesgeschäft den zukünftigen Sloupisti fast vergessen. Römer selbst ist als bekennender Biertrinker (eine kleine Brauerei war der Ausgangspunkt, zu dem er dann auch zu Hochprozentigem expandierte) und wurde von seiner Frau wieder an das erste Fass des Sloupisti nach 3 Jahren erinnert. Da Römer aber den Geruch mochte und sein Brennmeister den Whisky für gut befand, ging der Sloupisti in eine kleine Produktion. Gerade der Zeit-Aspekt wirkt sich wohl sehr positiv auf die Qualität des Sloupisti aus – aber das ist ja nichts Neues ;) .Der Name Sloupisti ist übrigens wendisch für Schlepzig – dem Herkunftsort des Whiskies.
Bericht über den Sloupisti auf Youtube

Auf Youtube findet sich noch ein kurzer Bericht über den Sloupisti von Deutsche Welle TV


Knappheit beim Sloupisti

Durch die vielen positiven Resonanzen der Fachwelt, nicht nur durch Murray, ist die Nachfrage nach dem Sloupisti natürlich hoch. Mit der Produktion kommt Römer trotz einer Versechseinhalbfachung der Kapazitäten kaum hinterher. Man kann es allerdings über die Website versuchen, an einen Sloupisti zu gelangen.

 

Brenngerät 2

Unser Radlader und seine Herren


26. April 2011 – 15:31
„Ich trink das Zeug nicht!“ -

Die Geschichte des Sloupisti Whisky

Dr. Thorsten Römer und seine Brennwut. Eine Reise nach Sloupisti in den Spreewald "Zum grünen Strand der Spree"

Was macht man, wenn man als Radiologe zu Wohlstand gekommen, Villenbesitzer in prominenter Berliner Lage und dazu noch im besten Alter und eine blendende Zukunft vor sich hat? Genau, man gibt alles auf, geht in einen verschlafenen Herrgottswinkel, wird Gastronom, Bauer und Brauer.

Und weil es so schön ist, nimmt man sich so ziemlich alles Organische, das nicht bei drei wieder auf den Bäumen ist, aber wenigstens homöopathische Zuckerspuren aufweist und brennt es, weil man ja auch Brenner ist. Dann kauft man sich ein altes Feuerwehrspritzenhaus, nimmt die aufgehängten Löschschläuche ab und hängt statt derer Schinken aus der eigenen Schlachtung zum Trocknen auf. Dann wird einem schon wieder langweilig und man baut sich einen Brennereihof, kauft sich weitere 1,6 ha Land und in Zukunft Unmengen an möglichst unbekannten Wildfrüchten, kultiviert sie und – erraten: destilliert das Ganze. So geschieht es im spreewäldischen zu Schlepzig, oder auf niedersorbisch: Sloupisti.

„Tausendmal haben wir diese Entscheidung bereut, aber eben einmal mehr auch nicht“, erklärt hintersinnig grinsend Dr. Thorsten Römer, der mit seiner Frau den Landgasthof „Zum grünen Strand der Spree“ mit all seinen Nebengelassen betreibt. Kurz nach dem Mauerfall begannen sie hier ihre Pionierarbeit. „Eigentlich waren wir nur auf der Suche nach einem Ferienhaus. Dann wurde uns dieses traditionsreiche Gasthaus aus dem 18. Jahrhundert angeboten.“ Von 1991 bis 1993 wurde umgebaut und restauriert, dann ging es los. Mein letzter Besuch dort liegt über ein Jahrzehnt zurück und seitdem hat sich viel getan. Der Berner Sennenhund heißt nun nicht mehr Benno, sondern Brando, die „Spreewälder Privatbrauerei 1788“ und das Brauhaus wurden in Betrieb genommen sowie die „Spreewälder Feinbrand & Spirituosenfabrik“ unter Feuer gesetzt. Im Sommer 2011 kommt mit „Spreewaldini“ ein Brennereihof hinzu mit Reinraum, Zollraum, Lager, Spezialitätenladen, Probier- und Verkaufsräumen. Eine kleine Welt des Hochgeistigen.

Doch Torsten Römer ist kein Vollblutgastronom, „ich bin eigentlich überhaupt kein Gastronom. Das was ich hier mache motiviert sich aus einer Mischung aus Verspieltheit, Forschergeist und biologischem Interesse.“ Und einem Schuss positivem Wahnsinn möchte man hinzufügen. Überall in den Gebäuden stehen Fässer, in denen ein Geist gärt und Früchte lungern. Die Brennblase steht ganz offen im Brauhaus, wo auch die Braukessel das Interieur dominieren. Seine Mitarbeiter erfüllen dabei mehrere Aufgaben und übten früher verschiedene Berufe aus. Ein Patchworkbetrieb.

Auf die Frage, ob er denn eine besondere Vorliebe für Brände und Whisky habe, antwortet Römer süffisant: „Nee, ich trink das Zeug nicht!“ Dann grinst er erneut, als er – wohl nicht das erste Mal - in verdutzte Gesichter blickt. „Mir reicht es daran zu riechen und zu probieren, ich trinke Bier.“ Aha!

Zeit – die Macht der Qualität

Neben den bereits erwähnten Tätigkeiten wirtschaften die Römers und ihre Mannschaft in weiteren Bereichen autark. Sie backen ihr eigenes Brot, räuchern Fisch, haben einen Krebsteich, stellen Cola und Wasser selbst her. Ein wenig steht hier die Zeit still und beim Betrachten historischer Fotografien taucht man selbst ein wenig darin ein. „Das macht nicht nur Spaß, sondern ist auch eine Kostenfrage“, wie Römer betont. Gerade bei den Getränken kann er so seinen Wareneinsatz gegenüber den Industrieprodukten um 90 Prozent senken.

Ausgerüstet mit einer überdimensionierten Pipette durchschreitet er sein Reich. Tief hinein damit in die Fässer und direkt auf die Handfläche. Aromen- und Geschmackswellen über Stunden. Aber nicht auftrumpfend, sondern mit stoischer norddeutscher Gelassenheit, aber auch etwas Stolz über all die flüssigen Schätze, werden wir herumgeführt. Römer ist gebürtiger Bremer und vereinigt Pragmatismus mit Kreativität in einer Person.

Seine Spezialität ist es, alles Gebrannte noch einmal in Holzfässern zu lagern und nicht direkt in Flaschen abzufüllen. Er hat Zeit – Zeit, die erst die Qualität seiner Erzeugnisse ausmacht. Nichts muss schnell losgeschlagen werden. An jedem Tresen stehen Flaschen mit Bränden, Likören und Whisky herum. Bisher ging alles nur über den Thekenverkauf, per Internet oder gegen Abholung. Sein Bier, für das Braumeister Uwe Zech verantwortlich zeichnet, liefert er bisher nur an eine Kneipe in Berlin. Deren Inhaber ist selbst Braumeister und war von der Qualität des Gerstensaftes derart überzeugt, dass er ihn unbedingt haben musste. Der Rest der schmalen Jahresproduktion wird im Landgasthof ausgeschenkt.

Der Bierherstellung verdankt sich auch eine der kuriosesten Geschichten aus Römers Brennervita. Viel ist in letzter Zeit geschrieben und gesendet worden über den Sloupisti Single Malt – Spiegel, überregionale und regionale Tageszeitungen und Fachmagazine überschlugen sich – nachdem Whiskykoryphäe Jim Murray den Sloupisti in höchsten Tönen lobte und ihm 94 von 100 Punkten gab. Einem Single Malt aus dem Spreewald!

Römer kommt seither kaum mit der Produktion hinterher und erweitert seine Kapazitäten um das Sechseinhalbfache. Aber wie kam es zu diesem Erfolg, was ist das Geheimnis? Und dann bekommt man wieder mit aller Lakonie eine ebenso trockene wie faszinierende Antwort: „Zufall, Zeit, Glück.“

Kurz, nachdem die Brennerei eröffnete, setzte Römer auch den Biergrundstoff Malz zu einer Maische an, brannte den Sud und füllte ihn in ein kleines Fass ab – und vergaß das. Als er mit seiner Frau auf einer Verkostungsreise einen schlechten Whisky trinken musste, erinnerte ihn diese, dass er doch auch mal vor Jahren ein Fass angesetzt habe und was denn daraus geworden sei? Das war die Initialzündung. Degustiert und für gut befunden, begann Römer mit einer Miniproduktion. Dabei braucht es nichts weiter, als ein gutes Silvaner Weinfass, sächsisches Malz, spreewälder Wasser und Luft, drei Jahre Geduld und die gute Nase von Römer und seinem Brennmeister Enrico Hebler – fertig ist der Zaubertrank.

Whisky für den es sich zu Leben lohnt

Es ist gerade die unaufgeregte, unbefangene Lässigkeit – fernab jeder Theorielastigkeit und spintisierendem Geheimwissenschaftsgetue – die so wohltuend wirkt und vielleicht der Schlüssel des Erfolges und der hervorragenden Erzeugnisse ist. Auf dem Weg zurück entdecken wir noch eine weitere Preziose. White Dog, der so genannte, nur drei Monate im Fass gereifte Jungwhisky, hat in jüngster Zeit unter Bartendern und in Fachkreisen für viel Geraune gesorgt. Vor allem in den Vereinigten Staaten. Natürlich hat auch Römer einige Flaschen unter dem Namen „White Stork“ – was sonst? – destilliert. White Dogs entwickeln ihre Köstlichkeit vor allem in Cocktails klassischer Machart, dieser weiße Storch ist aber auch pur ein Genuss. Wir prophezeien ihm bald auch da Produktionsengpässe, mehr wird nicht verraten.

Zum Abschluss erzählt Römer noch, dass er plane einen hochwertigen Gin und einen Vodka zu brennen. Dazu müsse er aber noch ein „Geschmackskonzil“ abhalten, um die Richtung und das Profil zu definieren. Hört sich fast an, wie bei einer Papstwahl und, wenn weißer Rauch aufsteigt, wissen wir: Habemus Papam, Habemus Juniperus - wir haben wieder einen Wachholder!

Bis dahin bleibt uns und auch all jenen, denen die Pfauenhaftigkeit eines Jim Murray übel aufstößt doch immerhin seine poetische Bewertungssentenz noch lange auf der Zunge: ab 94 Punkte: "Superwhisky – welcher ein Grund ist, warum es sich zu leben lohnt."

Markus Orschiedt

 

13.04.2011

Whisky Alemán? El Sloupisti de Spreewälder

Whisky Sloupisti

Alemania parece que se pone de moda, ahora está en boca de todos los bien que están saliendo de la crisis y sus bajas tasas de paro con respecto al resto de las grandes potencias europeas, incluso ahora resulta que uno de los mejores whisky del mundo se elabora en el Este de Alemania!.

Se trata del whisky Sloupisti elaborado por Spreewälder Feinbrand und Spirituosenfabrik ubicada en el pueblo de Schlepzig. El mundo de los espirituosos es caprichoso y en ocasiones se descubren pequeñas producciones o pequeñas regiones que elaboran productos excepcionales, tal fue el caso de la denominación Priorato en España sin ir más lejos.

Ahora el whisky Sloupisti está entre los más buscados por profesionales y aficionados de todos los rincones del mundo, y ¿por qué? Está claro que el producto debe ser bueno, y no tiene mucho que envidiar a los whisky de Escocia o Irlanda

Sea como fuere, van cayendo los mitos, hace poco comentábamos como en Suecia cada vez se consume menos alcohol, como en Australia cada vez beben más vino, y ahora Alemania resulta que se está aficionando al whisky!.

En cualquier caso este interés repentino no ha pillado por sorpresa a Torsten Roemer, propietario de la destilería, puesto que el año pasado Jim Murray otorgó al whisky Sloupisti una puntuación de 94 sobre 100, lo que es prácticamente un sobresaliente y una de las calificaciones más altas en su informe anual Whisky Bible – La Biblia del Whisky –.

En la última edición de Whisky Bible abarcó más de 4500 marcas diferentes a lo largo y ancho del planeta, sin embargo las que puntuaron entre 94 y 100 son una pequeña fracción, la élite por así decir, y que de hecho se califican de Liquid Gold – oro líquido –.

El Sloupisti tuvo la fortuna de ser incluido en este grupo, que encabezan Ardbeg Uigeadail (Scottish Single Malt), Ballantine’s 17 años (Scottish Blends) y Sazerac Rye 18 años (American Straight Rye) con 97,5 puntos.

Hay destilerías que llevan años anhelando alcanzar semejante estatus, y sin embargo el Sloupisti se viene elaborando tan sólo desde 2007!. Es un Single Malt, lo que significa que se elabora sólo con whisky de esta destilería, aunque luego mezclen whiskies de diferentes barricas.

Actualmente en Alemania hay unas cuarenta destilerías de whisky, si embargo ninguna había conseguido tanto renombre internacional como Spreewälder. El secreto, según Torsten Roemer, está en los barriles, para él el 90% del sabor de la malta destilada depende de las maderas empleadas. Y al parecer los barriles que emplea anteriormente sirvieron para madurar vinos blancos Silvaner.

En cualquier caso, el propietario tampoco se sorprende, dada la larga tradición que tiene Alemania en la producción de cerveza, elaborar whisky sólo implicaba dar un paso más en el proceso de elaboración.

Por el momento la producción es tan limitada que si consigues llevarte a la boca un sorbo de este whisky serás un tipo realmente afortunado. La idea de ellos no es vender lo máximo posible, con lo cual es probable que el precio de la botella suba exponencialmente.


So langsam wird´s (10.04.2011)

Taking on the Scots


German Distillers Swap Schnapps for Single Malts

By Jill Petzinger in Schönermark, Germany

The Germans, it seems, are not content with just making world-famous beer and schnapps. Now they are taking on the Scots at their own game, with a growing number of distillers producing single malt whisky. And the results, say connoisseurs, are impressive.

With its exposed brick walls and floor-to-ceiling windows, the room could pass for the foyer of a boutique hotel -- were it not for the gleaming copper still that occupies pride of place along one wall. It is here that master distiller Cornelia Bohn is preparing another batch of malt whisky. Her distillery is not located in the remote Highlands of Scotland, however, but in the tiny village of Schönermark in the eastern German state of Brandenburg, about an hour's drive from Berlin.

Bohn is one of a growing number of Germans who are applying their considerable brewing and schnapps-making skills to the ancient Scottish art of single malt whisky. And they don't lack confidence when it comes to taking on the Scots at their own game.

"My whisky will reflect the open spaces and rolling hills of my countryside," says Bohn, who owns the Preussische Whisky distillery in Schönermark. "It will be a polarizing whisky, and it won't be everyone's darling."

Bohn, who is one of very few female whisky distillers in the world, began studying the art of whisky making in 2006. She got serious about her passion when she bought and renovated a decrepit 160-year old stable in her village and began making whisky. Her first single malt will hit the market at the end of 2012, after the necessary three-year maturation period.

The label on her bottle, whose name translates as "Prussian Whisky," shows a rearing black horse wearing a Prussian military helmet. The message is clear: This is a proud German whisky that is not trying to emulate its Scottish ancestors.

High Demand

Bohn belongs to a group of around 40 malt-whisky makers in Germany, the most prominent of which are the Slyrs distillery in Bavaria and the Spreewald Brewery in Brandenburg. The Sloupisti single malt from the Spreewald Brewery was awarded the equivalent of an Oscar by the high priest of whisky, critic Jim Murray. He included it in the "superstar whiskies that give us all a reason to live" section of the 2010 edition of his "Whisky Bible."

The Slyrs distillery, founded in 1999, has been enjoying considerable success as the first-ever Bavarian single malt. Indeed, they have even had to limit their sales to one bottle per person to deal with the high demand.

Non confondete lo Spreewaelder con lo Speyside


Un nuovo single malt tedesco si affaccia sul mercato, si tratta dello Sloupisti whisky della Spreewaelder Fein brand und Spirituosenfabrik, che già a pronunciarlo mette timore e che si trova appunto nella regione omonima, ex DDR.


La distilleria di proprietà di Torsten Roemer ha addirittura preso la votazione di 94 dal buon vecchio Jim Murray nella "Whisky Bible."
Questo voto ha attratto molta attenzione sulla distilleria considerando anche il grande numero di appassionati tedeschi.
La distilleria, che si affianca all'hotel e al birrificio, ha prodotto il primo batch nel 2007 e si va ad affiancare ad altre 40 piccole distillerie presenti in Germania.
Il whisky è invecchiato in rovere tedesco proveniente dalla Franconia e che avevano contenuto il vino bianco Silvaner.
La produzione è limitata a soli tre barili da 225 litri all'anno.
Il posto sembra veramente bello, magari qualcuno di voi c'e' stato per le birre.
Considerato che difficilmente si potrà assaggiarlo, mi fido del buon vecchio Jim che ultimamente sta premiando molto scelte esotiche conme Amrut e anche il whisky inglese.

16.02.2011 Unser neues Brenngerät wurde montiert
 

 

 

 

14. Februar 2011 – 17:49


Gedankenschlürfen Part IV: Im Fahrstuhl zum Spreesazerac

Die Berlinale hat die Stadt fest im Griff und man sucht Halt angesichts der vielen Partys, überfüllten Bars und dampfenden Klubs. Das eröffnet aber gleichzeitig die Chance auf skurrile Erlebnisse und eine wunderbare mixologische Entdeckung. Der Sloupisti aus dem Spreewald hat das Zeug zum Kultwhisky.

Vorspann:

Der Abend begann denkwürdig und er sollte auch so enden. Das erste Ziel ist eine Independentberlinaleparty über den Dächern von Kreuzberg, mit Panoramablick auf die leuchtende Stadt und Spreebrise. Also hinein in den Fahrstuhl, ausgelegt für zwei Personen und hoch in den Underground. Mit an Bord sind ein fremder Mann und eine Flasche Jim Beam Black als Gastgeschenk für die Schönen und Armen des Kunstfilms. Models, Filmer, dichte Dichter. Langsam ächzt das Gerät dem Turm entgegen, dann ist Schluss. Wir stecken fest. Malfunktion, Bedienungsfehler? Egal, nichts geht mehr. Notruf. Aus dem krächzenden Mikrofon heraus wird Hilfe in Aussicht gestellt. Ich zähle meine Rauchwaren und überschlage die Stunden, die damit überbrückt werden können. Der Fremde und ich stellen uns per Handschlag vor. Alle Körperfunktionen herunterfahren, hat man als Pfadfinder gelernt - auf Minusbetrieb umschalten.

Wir setzen uns, rauchen und plaudern. Machen Scherze und warten. Der Fremde entdeckt Jim in meiner Tasche. Mit dem dezenten Hinweis, dass er noch ein Bier im Auto habe und wie gut ihm das jetzt täte, winkt er kräftig mit dem Zaunpfahl. Ich bleibe eisern, die Nacht kann noch lange werden. Nicht auszudenken, wenn wir Jim nun köpften und infolgedessen unser winziges Gefängnis auch noch zur Latrine umfunktionieren müssten ...

Also weiter rauchen. Über uns tobt die Party bereits, man amüsiert sich wie Bolle und schickt launige Nachrichten in die klaustrophobische Zelle.

Der Fremde entpuppt sich als reisender und rasender Reporter und somit wird erste zarte geschäftliche Fühlung aufgenommen. Drei Zigaretten später geht dann alles blitzschnell. Die Befreiung aus dem Käfig dauert nur Sekunden. Im Turm angekommen, wird Jim filmreif der Feierschaar überreicht und unter Applaus in Grund und Boden getrunken. Derart animiert sollte eine Spur verfolgt und einem heimlichen, einem kometenhaft erschienenen Geheimtipp mit Starappeal auf den Zahn gefühlt werden. Wo ist Sloupisti?

Hauptfilm:

Blende auf. rivabar. Vor der Tür zischen innerhalb von Minuten vier Twenties einen Liter Vodka in Londoner Binchdrinkingmanier und glotzen wie acht Kretins, als ihnen der Zutritt zur Bar verweigert wird.

Auch hier natürlich Berlinalestimmung, man ist hier zum Rocken aufgelegt. Der DJ jagt treibende Beats durch das Oval. Nur noch leise murmelnd ist die S-Bahn zu vernehmen, die humpelnd über das Gemäuer schleicht. Überall Blitzlicht aus den mitgebrachten Kameras - Sternchen eben. Ein internationales Publikum zwischen sophisticated Barfly und Partydröhnern. Typ: „Reicheelterninternatsabsolventen" - weißes Hemd, oberster Knopf geöffnet. Prinz-William-Frisuren, Prinz-Harry-Benehmen, Prinz-Charles-Fressen. Ihre Girls Augen rollend im Intensivintimdialog. Ihre Blicke schweifen raubtierartig durch die Menge und pirschen sich Halt suchend an. Noch einen Sauerkirschsaft bitte. Macht aber weiter nichts, zu übermächtig ist die angenehme Gästemischung.

Dann wird der rote Teppich in der rivabar ausgerollt. Auftritt Sloupisti in Fassstärke - 62,8%. Der neue Superstar aus dem Spreewald. Gesegnet vom Whiskypapst Jim Murray und zum zweitbesten Kontinental-Single-Malt geadelt.

Erste kleine Purverkostung. Und tatsächlich: Ein Aromatsunami flutet die Sinne. Dreidimensionaler Geschmack in Cinemascope. Paternoster zum Synapsengewitter.

Spreewaldbernstein.

Hier tut sich naturgemäß ein Abgrund auf. Man möchte das Erlebte teilen und auch wieder nicht. In dem Wissen um die begrenzte Verfügbarkeit des Produkts eine schwierige Entscheidung. Aber nur steigende Nachfrage generiert auch steigende Produktionszahlen, also hinausposaunt: Sloupisti (niedersorbisch für Schlepzig) ist eine Offenbarung!

Während die Mixologin mit stoischer Ruhe und kühler Präzision die Caipirinhas und Mojitos abarbeitet, wächst das Verlangen nach dem Rivasazerac, Friedemannsazerac, nach dem Spreewaldsazerac. Angerichtet mit der vom Hausherrn auf allen Kanälen vollmundig propagierten Spreewaldkirsche, steigt die Spannung vor dem ersten Sipp. Danach nur noch Schweigen. Spreesazerac, Spreezac, Sprac ... Da capo! Klappe.

Abspann:

0,5 l 40 % = 32€,

0,5 l Fassstärke, (ca. 63 %) = 50€

0,7 l 40 % = 44€,

0,7 l Fassstärke, (ca. 63 %) = 69€

Vertrieb: ab Brennerei oder per email: spreewaldbrennerei@t-online.de

Herkunft: Brandenburg

Hersteller: Spreewälder Feinbrand und Spirituosenfabrik, Dorfstr.56, 15910 Schlepzig

Internet: http://www.spreewaldbrennerei.de/

Eastern Germany’s single malt whisky turning heads

By Swantje Stein, REUTERS

January 25, 2011

SCHLEPZIG, Germany - Germany’s Spreewald region — best known for its pickles, boat rides and beer — has a surprising new addition: single malt whisky.

Sloupisti whisky from the Spreewaelder Feinbrand und Spirituosenfabrik in the village of Schlepzig is being sought by connoisseurs as far away as Japan and has been holding its own against more famous rivals from Scotland, Ireland and the United States according to the experts.

“The product has been well received,” Spreewaelder owner Torsten Roemer told Reuters. “There are big whisky fans in Germany ... word gets around.”

Roemer knew he’d caught the eyes of whisky’s top aficionados last year when whisky expert Jim Murray awarded Sloupisti a rating of 94 points out of 100, one of the highest ratings, in his annual “Whisky Bible.”

“The rating has attracted a lot attention and showed that whisky from the continent can be very good,” said Roemer, who added the distillery to an existing hotel and brewery business in 2004 and produced its first batch of single malt in 2007.face

Spreewaelder is one of some 40 whisky distilleries in Germany and the first to gain such international attention.

The former radiologist credits the German oak barrels in which the whisky is aged for the spirit’s distinctive taste.

“The barrels are the most important thing,” Roemer said. “I find they account for 90 percent of the whisky’s taste. Anyone can make a decent malt distillate, but the right selection of barrels gives whisky its aroma.”

Roemer procured barrels from southern Germany’s Franconia region as well as from Berlin, about 100 km to the north.

The Franconian “barriques,” which previously aged German Silvaner white wines, now age Roemer’s Sloupisti.

Roemer said that it is not so strange that remarkable whisky could come from Germany given its centuries-old tradition for brewing beer.

“If you like to drink beer and produce a good beer, then it’s simply taking the next step,” Roemer said. “And if you are in a region that rewards or enables such initiatives then it’s rather easy.”

Production is still on the micro scale. The distillery produces three 225-litre barrels of single malt annually.

Although Sloupisti is only available at the source in Schlepzig, Roemer has on request shipped small orders to individuals throughout Germany and recently sent an order of single malt to devotees as far away as Tokyo.

“If we grow too large, then our casks would empty in the blink of an eye,” Roemer says. “That’s of course not our aim and intention. Previously we were a niche product, a hot tip

25.01.2011

Von Matthias Matern
Vom Whisky-Papst gesegnet

Seit 2004 brennt Torsten Römer mitten im Spreewald Single Malt Whisky. Die Fachwelt ist begeistert (25.01.11)

Schlepzig - Früher war Torsten Römer Radiologe am Klinikum Berlin-Steglitz. Heute brennt er mitten im Spreewald einen der besten Whiskys der Welt – zumindest, wenn man auf das Urteil von Jim Murray vertraut. Der als Whisky-Papst bekannte Engländer hat den „Sloupisti“ der Spreewälder Feinbrand- und Spirituosenfabrik aus Schlepzig (Dahme-Spreewald) in seine Whisky-Bibel 2010 aufgenommen. 94 von 100 möglichen Punkten verlieh Murray dem einzigen Single Malt Whisky Ostdeutschlands. „Lässt einem das Wasser im Munde zusammen laufen, genießen Sie die Klarheit der Aromen“, schwärmt der Whisky-Papst in seinem Feinschmecker-Almanach. Eine Adelung, die so manchen erfahrenen Whisky-Brenner bestimmt vor Neid erblassen lässt. Quereinsteiger Römer jedoch gibt sich gelassen: „Lob ist schön, aber eigentlich ist mir das Wurst. Ich mache anständigen Whisky, so wie ich ihn mir vorstelle“, sagt der 60-jährige Destillen-Chef, während um ihn herum eifrige Mitarbeiter die dickbäuchigen Kupferkessel im Schankraum polieren.

Eigentlich wollten Torsten Römer und seine Frau vor 18 Jahren nur ein kleines Wochenendhäuschen im Spreewald kaufen. Daraus geworden ist ein Hotel mit 19 Zimmern und sieben Suiten, ein Landgasthof, ein Brauhaus, ein kleiner Bauernhof mit einigen Kühen sowie mehr als 200 Obstbäumen und seit 2004 eine Brennerei. Nicht nur Whisky, sondern nahezu alles, was sich vergären lässt, wird in Schlepzig zu Hochprozentigem gebrannt und entweder im eigenen Restaurant ausgeschenkt oder aber in Flaschen abgefüllt verkauft: Im Angebot sind diverse Obstbrände, vom Quittenschnaps bis zum Wildkirschwasser, aber auch Rum. Wodka und Gin soll es ebenfalls bald geben. Dabei fühle er sich weder als Gastwirt noch trinke er gerne Schnaps oder Whisky, versichert Römer. „Ich muss ja auch nicht trinken, sondern nur kosten“, sagt er und lächelt etwas schelmisch.

Viel mehr sieht sich Römer als „Architekt light“ oder „Amateur-Architekt“. „Ich baue einfach nur gerne, hätte hier auch einen Blumenladen aufmachen können.“ Der Stolz des Bauherrn ist ihm durchaus anzumerken, wenn er Besucher über sein Gelände führt. Jeder Winkel wird gezeigt, begeistert werden Details erläutert. Wer von der Autobahn Berlin-Dresden kommend über Krausnick nach Schlepzig fährt, dem fällt als allererstes Römers rustikales Brauhaus und Hotel im Backstein-Fachwerk-Stil ins Auge. Das Hotel geht auf eine alte Schankwirtschaft aus dem 18. Jahrhundert zurück. Die meisten anderen Gebäude sind dagegen nicht wirklich alt, dafür aber aus altem Baumaterial, das Römer aus anderen verfallenen Häusern geholt hat, zusammengesetzt. Bereits mehrere Millionen Euro hat der gebürtige Bremer im Spreewald investiert, beschäftigt im Sommer bis zu 35 und über die Wintermonate mindestens 20 Mitarbeiter. Mittlerweile erstreckt sich sein Besitz zu beiden Seiten der Schlepziger Hauptstraße, insgesamt sind es fünf Hektar.

„Das müssen Sie sich natürlich alles gepflastert vorstellen“, erklärt Römer, während er gegenüber seines Hotels auf einen matschigen Innenhof zusteuert. In einem der umliegenden scheunenartigen Fachwerk-Gebäude werden gerade neue Bodenfliesen verlegt, zwei Türen weiter hobelt ein Tischler an neuem Interieur, hinter einem schweren Filzvorhang steht eine betagte Theke aus einer alten Berliner Kneipe. Es ist offensichtlich, Römer rüstet auf, will die Kapazitäten seiner Brennerei deutlich erweitern. Die neuen Kessel sind bereits geliefert. Seitdem Murray dem Spreewälder Whisky seinen Segen erteilt hat, kommt Römer mit dem Brennen kaum noch hinterher. „Das wird eine Probierstube für Whisky, wo man auch ein paar kleine Schweinereien zu essen bekommen kann“, erläutert Römer in einem weiteren Nebengebäude, das derzeit als Lager und Versandbüro dient. Dort klebt gerade eine von Römers Mitarbeiterinnen das Etikett der Spreewälder Feinbrand- und Spirituosenfabrik, ein prostender Storch mit Fliege und Zylinder, auf die eckigen Flaschen mit dem honiggelben Single Malt. Abhängig vom Alkoholgehalt, 40-prozentig oder als sogenannter Cask strength (Fassstärke) mit 62,8 Prozent, kostet die 0,7 Liter Flasche 49 oder 69 Euro. Zu kaufen gibt es den gesegneten Brand bislang aber nur in Schlepzig oder über Römers Internetseite.

Vom derzeit verfügbaren 2007er Jahrgang ist das meiste jedoch bereits verkauft. Gerade einmal anderthalb Fass von ursprünglich viereinhalb Fässern sind noch zu haben. Sogar in einer Bar in Tokio wird der „Sloupisti“ angeboten. Vermittelt durch den Sohn eines Bekannten, der in der japanischen Hauptstadt arbeite, räumt Torsten Römer ein. Wie der Spreewälder Single Malt allerdings in Murrays Hände geraten ist, ist Römer dagegen ein Rätsel. „Ich weiß nicht, woher er die Probe hatte, noch genau, welche Abfüllung er gekostet hat“, sagt der Brennerei-Betreiber. „Vermutlich aus einem 2005er Fass.“ Erst von einem Berliner Journalisten habe er erfahren, dass es der „Sloupisti“ als „Superstar-Whisky“ in Murrays Bibel geschafft hat.

Dabei klingt Römers Erfolgsrezept so schlicht, dass man sich fragt, was die Spreewälder Edelspirituose von einem Billigfusel unterscheidet. „Ein sauberer Malzbrand, ein Fass mit Geschichte und Zeit“ sei alles, worauf es ankommt, ist sich der Bremer Ex-Radiologe sicher. Fässer mit Geschichte zumindest lagern reichlich in Schlepzig, darunter mehrere aus dem mittelfränkischen Weißwein-Anbaugebiet, aber auch aus dem berühmten Weingut Château d’Yquem im französischen Bordeaux. Befüllt mit der nächsten Generation Whisky, Rum und verschiedenen Obstbränden liegen die sogenannten Barriques gestapelt in einem großen Gebäude am Ufer eines schmalen Spreearms, der sich träge durch Schlepzig schlängelt. „Da war vorher ein Silvaner aus Iphofen drin“, erzählt Torsten Römer und legt dabei seine Hand auf eines der Fässer. Mit weißer Kreide ist auf den rauen Holzdeckeln festgehalten um welchen Brand es sich handelt und wann er eingelagert wurde. Mindestens drei Jahre lang muss echter Whisky reifen.

Die „richtige Nase“ habe er sich erst „mühsam“ anlernen müssen, gesteht Torsten Römer. Auch seine beiden Brennmeister, ein Mann und eine Frau, sind Quereinsteiger. „Er war früher Maurer und sie hat zu DDR-Zeiten in einem Chemiefaserwerk gearbeitet. Das ist schon schräg. Aber so spielt halt das Leben“, meint der Brennerei-Chef.

Edelbrand „Wildkirsche“ Dest. 2007


2007 war ein ergiebiges Obstjahr. Die Allee von Schlepzig nach
Dürrenhofe war voll von leckeren Beeren und Früchten. Überall lag der Duft reifen Obstes in der Luft.
In mühevoller Arbeit wurden die winzigen Wildkirschen geerntet, sanft entsteint und eingemaischt. Nach 6-8 Wochen wurde schonend gebrannt.

Danach lagerte das kostbare Destillat über 3 Jahre im Edelstahlfass.

Ab Januar 2011 füllen wir diesen Edelbrand in Flaschen ab.
Der Brand hat ein sehr intensives, fruchtiges Aroma. Er ist, sortenspezifisch, kräftig und voluminös, mit typischen Mandelaromen im Geschmack und Bukett.

0,2 l
30,-€
0,5 l
72,-€

Ausgesuchte einmal belegt gewesene Château d’Yquem Barriques wurden belegt mit

2007er Wildkirschenbrand, 2007er Quittenbrand und 2010er Whisky. Wir bitten um Geduld.



Edle Tropfen: „Das Leben ist zu kurz, um schlechten Schnaps zu geniessen“

     

 

13.12.2010

Feinster Stoff aus dem Spreewald


In Schlepzig wird Ostdeutschlands erster Single Malt Whisky gebraut. Die Fachwelt ist begeistert
Torsten Müller

SCHLEPZIG. Torsten Römer atmet zufrieden durch. Endlich kann der Chef der Schlepziger Feinbrand- und Spirituosenfabrik nach wochenlanger Durststrecke seinen Gästen auch wieder einen Whisky aus eigener Produktion anbieten. Seit dem Nikolaustag wird in Brandenburgs einziger Malzdestille nach dreijähriger Reifezeit wieder ein Fass des edlen Brandes in Flaschen abgefüllt. 225 Liter - so viel passen in ein Barrique hinein - sind allerdings nicht viel angesichts der zahlreichen Bestellungen eines Verehrerkreises, der schon bis nach Japan reicht.

Seit drei Jahren produziert der aus Bremen in den Spreewald eingewanderte Unternehmer Torsten Römer mit einigen kreativen Leuten aus der Region den Sloupisti, wie Ostdeutschlands erster Single Malt Whisky heißt. Für zwei, drei Barriques pro Jahr reicht bislang die Kapazität des kleinen Betriebes, der auch verschiedenste Obstbrände herstellt. Eine der Brandenburger Abfüllungen hat es in der Whisky-Bibel 2010 von Jim Murray - der Brite ist so etwas wie der Franz Beckenbauer der internationalen Testergemeinde - auf sensationelle 94 von 100 möglichen Punkten gebracht. Ein Ritterschlag! Seitdem ist jede Lieferung ganz schnell ausverkauft.

Die Schlepziger Whiskydestille hat auf den ersten Blick gar nichts gemein mit dem rauchigen grauen Gemäuer ihrer Schwesterbetriebe in den schottischen Highlands. Zwischen Dorfstraße, Wiesen und Fließ steht ein blumengeschmückter Landgasthof, zu dem noch ein kleines Brauhaus mit Schankstube gehört. Dort hat sich Braumeister Uwe Zech seit mehr als einem Jahrzehnt der Kunst des Maischens und Gärens verschrieben. Warum soll man neben all den Bier- und Schnapsgrundstoffen nicht auch mal eine Malzmaische, die Basis für einen Whisky, ansetzen, haben er und sein Chef sich schließlich gefragt. "Man wächst mit seinen Aufgaben", sagt der Schlepziger. "Es ist doch ein Riesending, sich so ausprobieren zu können."

Enrico Hebler kann dem nur zustimmen. Er ist der Brennmeister, der den von Uwe Zech angesetzten Sud destilliert. Seine Maschine, ein goldgelb blitzendes Kupfer-Konstrukt aus bauchigen und schlanken Kesseln und gläsernen Laboratorien, sieht aus wie die edle Variante von Omas Badeofen. Darin wird der Alkohol vom Wasser getrennt. Die Aufgabe des Destillateurs ist es dann, den edlen Tropfen vom Fusel zu unterscheiden. Enrico Hebler muss mit seiner Nase über vielen Gläsern kreisen und jenes reine Extrakt erschnüffeln, das weder nach Klebstoff noch nach Essig riecht. "Es ist immer wieder ein großartiger Moment", schwärmt Hebler, "wenn die Nase signalisiert: Das ist der Stoff, der den feinen Unterschied macht." Erst dieser feine Unterschied darf ins Fass.

Im Lager der Spreewälder Brennerei liegt der Geruch des verdunstenden Alkohols, der "Angel Share", der "Anteil für die Engel", über der Böttcherware. Die Fässer atmen, sie geben etwas vom Alkohol ab, nehmen dafür aber auch die Aromen der Umgebung auf. So wie der schottische Whisky von den Highlands gewürzt wird, so saugt der Sloupisti mindestens drei Jahre lang die Dämpfe des Spreewaldes auf. Natürlich schwört der umtriebige Chef Torsten Römer auf sein einheimisches Personal. "Aber zur Wahrheit der Whiskyproduktion gehört auch, dass ihr Geheimnis zu 90 Prozent im Fass liegt", sagt er. Der Clou ist, dass der freudige Experimentierer für den Sloupisti auf gebrauchte Barriques zurückgreift, in denen bereits das Aroma eines fränkischen Spitzenweins gefangen ist. "Ich suche mir meine Fässer mit der Nase aus", sagt der märkische Whiskypionier.

Torsten Römer liebt den "Hokuspokus", wie er sein Treiben nennt. Auf einem Hof gegenüber dem Landhotel zaubert er gerade den nächsten Trumpf aus dem Hut. Der Gebäudekomplex sieht aus wie ein altes Spreewaldgehöft, das gerade restauriert wird. "Nee, das ist alles neu, wir haben halt nur altes Material verwendet", strahlt der Selfmademann. "Das wird unser neuer Brennereihof."

Um einen Destillator mit der sechsfachen Leistungsfähigkeit des bisherigen werden sich demnächst Brennhaus, Spezialitätenladen, Verkostungsstube und auch ein von den Steuerbehörden anerkanntes Offenes Branntweinlager gruppieren. Ab nächstem Sommer wird der Hof zu Whiskyerkundungen einladen. Und noch ein paar Reifejahre später ist vielleicht auch die Zeit heran, in der die Freunde des Sloupisti ganz ohne Durststrecke übers Jahr kommen.

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69 Euro pro Flasche

Die Whiskyproduktion hat in Deutschland im vergangenen Jahrzehnt einen kräftigen Aufschwung genommen. Insbesondere in Bayern, aber auch in den klassischen Weinanbaugebieten an Mosel, Saar und Rhein erzeugen Brennereien Malzdestillate in kleinen Mengen. Mutterländer des Whiskys sind Irland und Schottland.

Single Malt Whiskys heißen jene Brände, die - wie der Sloupisti - ausschließlich aus gemälzter Gerste in einer einzigen Brennerei hergestellt wurden. Dagegen ist der blended Whisky eine Mischung aus verschiedenen Sorten.

In Schlepzig werden jährlich drei 225-Liter-Fässer mit dem Sloupisti (Flaschenpreise 0,7 Liter: 44 und 69 Euro) angesetzt. Ein Fass jedes Jahrgangs bleibt als sogenannte Founders Reserve auch nach dreijähriger Reifezeit im Lager.

Der dreijährige Brand ist ein junger Whisky. Die Lagerzeit für ganz erlesene Tropfen schwankt zwischen 11 und 20 Jahren. In Schlepzig wird auch mit dem sogenannten finishing experimentiert. Dabei wird der Whisky nacheinander für mehrere Monate oder Jahre in verschiedenen gebrauchten Fässern mit unterschiedlichen Aromen eingelagert. 13.12.2010

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Foto: Der Chef und sein Brennmeister: Torsten Römer (r.) und Enrico Hebler präsentieren stolz ihr edles Produkt. Im Hintergrund der Destillator.

 

Hier entsteht der Brennereihof mit "SPREEWALDINI" und "ReinRaum"

außen
innen
Strom

Hof und Klinkerpflaster

Lausitzer Rundschau 15.10.2010

Der Spreewald fliegt auf den BBI


Lübben Lausitzer und Spreewälder Spezialitäten sollen ab Juni 2012 Handel und Gastronomie des Großflughafens BBI in Schönefeld bereichern. Die Industrie- und Handelskammer Cottbus und der Spreewaldverein Lübben haben dazu 20 Produkte aus der Region ausgewählt, die in einer Broschüre offeriert werden – und einer Golßener Gurke nacheifern wollen.



Im Land der Gurken spricht Torsten Römer passend von der Hoffnung auf ein »knackiges Geschäft«. Der Chef der Schlepziger Brauerei und Brennerei erweitert seine Anlagen gerade - und hofft, demnächst einiges an Whisky und Edelbränden in Richtung Großflughafen Berlin-Brandenburg International (BBI) nach Schönefeld schicken zu können. Das neue Braugerät erhöhe die Kapazität um das Sechseinhalbfache, »und das wollen wir natürlich mit neuem Umsatz krönen. Da ist jeder Hebel recht«, sagt Römer.

Foto: Roland Hottas

Der Hebel ist eine druckfrische Broschüre, die die Industrie- und Handelskammer Cottbus und der Spreewaldverein in Lübben gerade herausbringen. Auf 40 Seiten präsentieren sich Anbieter aus der Lausitz und speziell dem Spreewald, die auf den BBI fliegen. Baumkuchen von Hajeks aus Cottbus und Bad Liebenwerdaer Teeträume sind darunter, Gurkenlikör von Magoli aus Straupitz, Korn und Gurkenwasser aus Sellendorf, Spreewälder Präsentkörbe aus Cottbus Online-Shops, Fruchtmus vom Spreewaldhof Golßen, Honig aus Langengrassau, Marmeladen aus Lehde, Naturkosmetika der Spreewald-Therme, Trachtenpuppen aus Burg, Sanders Keramik aus Lübben und Holzminiaturen aus Calau. Dort, bei Brigitte Garz, werden Spreewaldkähne, Fischkästen oder Stoßschlitten von Hand gearbeitet. Bislang zieht die Calauerin über Märkte und verkauft an die Touristen-Büros in der Region. »Oft schauen die Leute und denken, das sei alles aus dem Erzgebirge«, erzählt Brigitte Garz. Und sie freut sich über die staunenden Gesichter, denn die Miniaturen kommen aus den Händen ihres Mannes Horst.

Die kleinen Souvenirs haben etwas gemeinsam mit dem Whisky aus Schlepzig, dem Korn aus Sellendorf, dem Kuchen aus Cottbus oder dem Met aus der Imkerei Neiße: Es sind exklusive Produkte. »Wir wollen keine Tausend Kähne, wir bieten Unikate«, sagt Brigitte Garz. Auch Römer sagt, er bleibe trotz der Erweiterung »in einer Nische«. Diese Exklusivität aber soll die Produkte für die Händler und Gastronomen am BBI interessant machen.

»Angebote in Flughäfen sind oft austauschbar«, sagt Jens Krause, Bereichsleiter Standortpolitik bei der IHK in Cottbus und der Verbindungsmann der Kammer zum Großflughafen. Am BBI soll sich künftig die Region wiederfinden. »Wir haben in der Lausitz und im Spreewald viele super Produkte, aber mancher weiß es einfach nicht«, so Krause. Die regionale Note in den Läden am Flughafen soll helfen, das zu ändern, und sie soll gleichzeitig für die Landschaft zwischen Heideseen, Spree und Seenland werben. »Den künftigen Großflughafen werden Millionen Passagiere aus aller Welt frequentieren. Ihnen ein Andenken aus dem Spreewald mitzugeben ist die beste Gelegenheit, international für die Region zu werben«, sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Wolfgang Krüger. 20 für den Flughafen-Handel und die dortige Gastronomie geeignete Produkte sind in der 40-seitigen Broschüre gelistet, die neugierig machen soll.

Vielleicht gelingt ihnen ein Höhenflug wie der »Get One«-Gurke aus Golßen. Diese Spezialität aus dem Spreewaldhof hat sich seit ihrer Einführung auf den Berliner Flughäfen im August bereits 3000 Mal verkauft.

Zum Thema:
Am Hauptstadtflughafen Berlin Brandenburg International (BBI) wird es nach Betreiberangaben mit der Eröffnung im Jahr 2012 rund 150 Geschäfte und Restaurants oder Cafés geben. Insgesamt werden 22 000 Quadratmeter Verkaufsfläche entstehen. Davon sollen sich 18 000 Quadratmeter hinter der zentralen Sicherheitskontrolle und 4000 Quadratmeter davor befinden. Für das Jahr 2011 ist eine weitere Auflage der Broschüre bereits geplant, dann mit noch mehr Produkten aus der Lausitz und dem Spreewald.

Von Jan Gloßman

 

 

ReinRaum "SPREEWALDINI"
ReinRaum 28.07.2010

Gärport

Ausflugstipp
In Schlepzig wird Ostdeutschlands erster Premiumwhisky gebrannt
Montag, 17. Mai 2010 Berliner Morgenpost

 

Die Brenner aus Schlepzig sind schon schlaue Leute. Nicht, weil sie den ersten Whisky Ostdeutschlands hergestellt haben, nein. Das war auch schlau, aber darum geht es jetzt nicht.
Viel schlauer als die Idee mit dem Whisky selbst war die Idee mit dem Namen des Whiskys. Denn der sinnlich braune Alkohol, der hier 2004 erstmals angesetzt und nach drei Jahren Reifezeit 2007 zum ersten Mal ausgeschenkt wurde, heißt "Sloupisti". Was daran jetzt schlau ist? Nun ja, zum einen ist es eine Würdigung der wendischen Tradition des Spreewaldes, denn Sloupisti, das ist das wendische Wort für Schlepzig und bedeutet Pfahl.

Zweitens ist der Name noch viel schlauer, weil er im Mutterland des Whiskys wie selbstverständlich ausgesprochen werden kann. Verstehen sich doch gerade die Schotten auf eigentlich unaussprechliche Sprachen, zu beobachten beim Gälisch, einer Sprache, in der Deutschland Gearmailteachd und Whisky Uisge-beatha heißt. Sloupisti kommt ihnen da gerade recht.

Der Sloupisti ist ein so genannter Single Malt Whisky, also einer, der aus gemälzter Gerste in einem speziellen Brennverfahren destilliert wurde und aus einer einzigen Brennerei stammt. Die Brennerei in Schlepzig, im Landgasthof zum grünen Strand der Spree, kann man besichtigen und sich von der Herstellung des Lebenswassers faszinieren lassen. Eine Führung durch die Feinbrand- und Spirituosenfabrik (mit Verkostung!) ist dabei nicht nur für Whiskyliebhaber ein schöner Ausflug. Auch Kinder kommen hier auf ihre Kosten, da eine Menge zum Handwerk eines Brenners und zur Produktion eines Edelschnapses erzählt wird. Das ist spannend und lehrreich zugleich.

Dass in Brandenburg echter Premiumwhisky entsteht, ist in diesem Jahr dann auch dem wohl berühmtesten Whisky-Autoren der Welt, Jim Murray, aufgefallen. In seiner "Whisky-Bibel" 2010 erhält der Schnaps aus Schlepzig 94 von 100 möglichen Punkten. Murray nennt ihn "riesig" und "abgefahren", bescheinigt ihm eine wuchtige und überwältigende Persönlichkeit, ordnet ihn in die Kategorie der "Superstar-Whiskys" ein, die uns allen "einen Grund zum Leben" gäben. Das scheint sich herumgesprochen zu haben, denn die Sloupisti-Macher kommen laut eigener Aussage mit der Produktion kaum noch hinterher.

Spreewälder Feinbrand - und Spirituosenfabrik im Landgasthof zum grünen Strand der Spree. Dorfstr. 53/56, 15910 Schlepzig.

Termine für Führungen unter: Tel.035 472/ 66 20

Brenngerät I.
Brenngerät II.

9.07.2010

Hier wird bald gebrannt.

18.05.2010

Hier wird bald gebrannt.