Unsere
Biere finden Sie in folgenden Gasthäusern und Hotels.
Jedes einzelne können wir Ihnen empfehlen:
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Animation
Die Animation die sich hinter
diesem Bild versteckt ist 1,6 MB groß. Also Geduld.
Wie das Bier im Sommer und Winter
auf dem Land ausgeschenkt und gebraut werden soll:
Wir verordnen, setzen und wollen mit dem Rat unserer Landschaft,
daß forthin überall im Fürstentum Bayern sowohl
auf dem Lande wie auch in unseren Städten und Märkten,
die keine besondere Ordnung dafür haben , von Michaeli bis
Georgi eine Maß oder ein Kopf Bier für nicht mehr als
einen Pfennig Münchener Währung und von Georgi bis Michaeli
die Maß für nicht mehr als zwei Pfennig derselben Währung,
der Kopf für nicht mehr als drei Heller bei Androhung unten
angeführter Strafe gegeben und ausgeschenkt werden. Wo aber
einer nicht Märzen sondern anderes Bier brauen oder sonstwie
haben würde, soll er es keineswegs höher als um einen
Pfennig die Maß ausschenken und verkaufen. Ganz besonders
wollen wir, daß forthin allenthalben in unseren Städten,
Märkten und auf dem Lande zu keinem Bier mehr Stücke
als allein Gersten Hopfen und Wasser verwendet und gebraucht werden
sollen. Wer diese unsere Androhung wissentlich übertritt
und nicht einhält, dem soll von seiner Gerichtsobrigkeit
zur Strafe dieses Faß Bier, so oft es vorkommt, unnachsichtlich
weggenommen werden. Wo jedoch ein Gauwirt von einem Bierbräu
in unseren Städten, Märkten oder auf dem Lande einen,
zwei oder drei Eimer Bier kauft und wieder ausschenkt an das gemeinsame
Bauernvolk, soll ihm allein und sonst niemand erlaubt und unverboten
sein,die Maß oder den Kopf Bier um einen Heller teurer als
oben vorgeschrieben ist, zu geben und auszuschenken. Auch soll
uns als Landesfürsten vorbehalten sein,für den Fall,
daß aus Mangel und Verteuerung des Getreides starke Beschwernis
entstünde (nachdem die Jahrgänge auch die Gegend und
die Reifezeiten in unserem Land verschieden sind), zum allgemeinen
Nutzen Einschränkungen zu verordnen, wie solches am Schluß
über den Fürkauf ausführlich ausgedrückt und
gesetzt ist.
Zu diesem Zeitpunkt war der Gebrauch
und der Einfluß von Hefe noch nicht eindeutig bekannt bzw.
gesichert. Dies wurde erst 1551 in einer Münchener Brauverordnung
betont. In ihr steht, daß die Brauer "Gerst, guetten
hopffen, wasser und hepffen einen rechten sutt und kielung geben".
Hier wurde auch schon zwischen unter- und obergäriger Hefe
unterschieden.
Der Tagesspiegel
vom 12. Mai 2000
"Zum grünen Strand der Spree"
Das Bier direkt aus dem Bottich im Saal
Claus-Dieter Steyer
Die Konkurrenz zwischen Restaurants in landschaftlich schöner
Lage ist in Brandenburg nirgendwo so groß wie im Spreewald.
Da ist die Nähe zum Wasser oder einer Abfahrtsstelle der
Spreewaldkähne nichts Besonderes mehr. Zusätzliche Ideen
sind also gefragt, um auch Gäste aus weiter entfernten Gegenden
gezielt anzulocken. Das Ehepaar Anja und Torsten Römer hat
sich für eine Privatbrauerei im Landgasthof "Zum grünen
Strand der Spree" in Schlepzig entschieden. Der Ort befindet
sich im Unterspreewald, also in dem näher an Berlin liegenden
Teil der Lagunenlandschaft.
1788 hatte der damalige Wirt des Gasthofes das Brenn-, Brau- und
Schankrecht erhalten. Ob und wie lange hier tatsächlich Bier
gebraut wurde, ist nicht bekannt. Jedenfalls knüpften die
neuen Wirtsleute vor zwei Jahren an die alte Tradition an und
stellten zwei kupferblitzende Bottiche für 3000 Hektoliter
in der angrenzenden ehemaligen Scheune auf. Seitdem gehören
vier Spreewälder Biere zum Angebot, wobei das naturtrübe
Spreewälder Zwickel beim Besuch besonders schmeckte. Braumeister
Jürgen Prien macht aus seiner Kunst kein Geheimnis und bietet
Führungen und Verkostungen an. 150 bis 200 Gäste finden
allein in der Scheune Platz. Außerdem hat der Landgasthof
noch ein Restaurant und einen Festsaal für bis zu 100 Personen.
Als ausgesprochen nachahmenswert empfiehlt sich der Biergarten:
Holzstühle und -tische, Schatten spendende Bäume und
ein Untergrund aus Holzscheiben. 25 Zimmer und Suiten können
für Übernachtungen ab 110 Mark gebucht werden. Die Ausleihe
von Fahrrädern und Paddelbooten ist ebenso möglich wie
Kahnfahrten mit Kaffee und Kuchen oder Rotwein und Käse und
frisch gezapftem Bier. Etwas irritierend sind nur die Sperrschilder
an der Kahnabfahrtsstelle direkt vor dem Haus. Die Gemeinde setzte
diese durch, um den eigenen Hafen besser auszulasten. Doch die
Wirtsleute weisen schon den richtigen Weg zu ihrem Kahnfährmann.
Das Preisniveau für Speisen
und Getränke liegt über dem Spreewälder Durchschnitt.
40 Mark kostet beispielsweise das Menu aus Sorbischer Hochzeitssuppe,
gedämpftem Zander und Wels sowie Quarkmousse mit Obstsalat
auf Erdbeerquark. Etwas teurer sind die Varianten mit gebratener
Poulardenbrust oder Wildgulasch. Für das Brauhaus werden
ein kleines und großes Buffet mit typischer und herzhafter
Spreewälder Kost angeboten.
Zwischen Mitte Oktober und Anfang
April werden die Gäste sonnabends durch die Veranstaltungen
"Klassik & Schlemmen" oder "Jazz im Brauhaus"
nach Schlepzig gelockt.
Aus der Reihe "Tisch und Theke".
Landgasthof "Zum grünen Strand der Spree", 15910
Schlepzig, Dorfstraße 53, Tel. 035472/6620, täglich
ab 12 Uhr geöffnet. Zu erreichen über die Autobahn Berlin-Dresden
bis Ausfahrt Halbe/Teupitz, von dort weiter in Richtung Märkisch
Buchholz und Groß Wasserburg. Bahnreisende nutzen den Bahnhof
Lübben und den zweimal täglich verkehrenden Bus oder
legen die 11 Kilometer mit dem Taxi oder Fahrrad zurück.