Archäotechnisches Festival 27. März 2010 11:00 Uhr - 18.April 2010

Lausitzer Rundschau 23.04.2010

„Gisela“ schwimmt elegant im Schlepziger Spreewasser


Schlepzig Beim Finale des Archäotechnischen Festivals in Schlepzig ist der Einbaum getauft worden, der mit eisenzeitlichen Mitteln und Methoden gebaut wurde (die RUNDSCHAU berichtete). „Nach dreiwöchiger Bauzeit wünschen wir ,Gisela' allzeit gute Fahrt und immer eine Handbreit Spreewasser unter dem Kiel“, sagte Törsten Römer, als er das aus einer alten Eiche gehauene Gefährt taufte.


Der Inhaber des Landgasthofes in Schlepzig ist Mitinitiator des Festivals, das gemeinsam mit dem Archäotechnischen Zentrum Welzow veranstaltet wurde.

Der Name des Boots entspringt der Sage vom Wendenfürsten Wussilo, der seine Gisela unter widrigsten Umständen freite.

Beim Stapellauf hielten die Zuschauer gespannt die Luft an. Entgegen allen Unkenrufen schwamm der Einbaum elegant im Schlepziger Spreewasser. Einige Mutige unternahmen eine Einbaumtour am Weidendom. Als Bootsbaumeister war jedoch Archäotechniker Norbert Marx die Jungfernfahrt vorbehalten. „Das war ein ganz schön großer Stein, der mir heute vom Herzen gefallen ist“, sagte Marx. Zwischendurch war auch mal Wasserschöpfen angesagt. „Ein Einbaum ohne ein kleines Loch ist kein Einbaum“, so der Wissenschaftler. jgk

„Gisela“ schwimmt elegant im Schlepziger Spreewasser
Schlepzig Beim Finale des Archäotechnischen Festivals in Schlepzig ist der Einbaum getauft worden, der mit eisenzeitlichen Mitteln und Methoden gebaut wurde (die RUNDSCHAU berichtete). „Nach dreiwöchiger Bauzeit wünschen wir ,Gisela' allzeit gute Fahrt und immer eine Handbreit Spreewasser unter dem Kiel“, sagte Törsten Römer, als er das aus einer alten Eiche gehauene Gefährt taufte.
23.04.2010
Der Inhaber des Landgasthofes in Schlepzig ist Mitinitiator des Festivals, das gemeinsam mit dem Archäotechnischen Zentrum Welzow veranstaltet wurde.

Der Name des Boots entspringt der Sage vom Wendenfürsten Wussilo, der seine Gisela unter widrigsten Umständen freite.

Beim Stapellauf hielten die Zuschauer gespannt die Luft an. Entgegen allen Unkenrufen schwamm der Einbaum elegant im Schlepziger Spreewasser. Einige Mutige unternahmen eine Einbaumtour am Weidendom. Als Bootsbaumeister war jedoch Archäotechniker Norbert Marx die Jungfernfahrt vorbehalten. „Das war ein ganz schön großer Stein, der mir heute vom Herzen gefallen ist“, sagte Marx. Zwischendurch war auch mal Wasserschöpfen angesagt. „Ein Einbaum ohne ein kleines Loch ist kein Einbaum“, so der Wissenschaftler. jgk

 

Wirtschaftspolitiker des Landkreises Dahme-Spreewald besuchten am Donnerstag einen Schlepziger Touristiker. Bei Dr. Torsten Römer, der rund um Weidendom, Brauerei und Landgasthof ein lebendiges Ensemble geschaffen hat machten sich ein Bild von der Verwendung der Förderung des Archäotechnischen Festivals.
Begleitet wurde Landrat Stephan Loge (SPD) vom Beigeordneten und Dezernenten Wolfgang Schmidt sowie Dipl. Oek. Gerhard Janßen, Geschäftsführer der Regionalen Wirtschaftsförderungsgesellschaft Dahme-Spreewald mbH (WFG).
„Wir besuchen regelmäßig Unternehmen in unserem Landkreis vor Ort“, sagte Stephan Loge. „Und heute sind wir mit der WFG mal offiziell hier um mit Herrn Römer weitere aktuelle Dinge ansprechen.“
Vorher ließ sich der Landrat in den Bearbeitungsstand des gewaltigen Eichenstammes einweisen. Für den 18. April ist der feierliche Stapellauf geplant. „Ich staune, dass hier ständig neue Leute bei den Archäologen vorbeischauen und sich bei den verschiedenen Arbeiten auch mal kurz versuchen um handfeste Eindrücke zu erleben.“
Wolfgang Schmidt, Beigeordneter für Wirtschaft, Tourismus und Europa, wies darauf hin, dass in Schlepzig nicht zum ersten mal Gelder des europäischen Sozialfonds Verwendung finden. „Dieser Weidendom im Hintergrund war eines der ersten EU-Projekte.“ Mittlerweile habe er sich wunderbar entwickelt.
„Das aktuelle Programm 'Stärken vor Ort' ist deswegen Klasse, weil mit relativ wenig bürokratischen Aufwand solche Mikroprojekte wie dieses Festival hier ohne jahrelange Planungen unterstützt werden können.“
Torsten Römer, den Schmidt als „Ideenbündel“ bezeichnet, präsentierte bei dem gemeinsamen Rundgang den Fortschritt der Saisonvorbereitungen auf seinem Ensemble. „Wir haben hier mittlerweile eine Fülle touristischer Angebote und Attraktionen realisiert, die beinahe Ganzjährig viele Freunde finden. Aber ich habe da noch viele viele Ideen, deren Realisierung wir heute mit der Wirtschaftspolitik in sehr konstruktiven Gesprächen eruiert haben.“


Foto:
„Das ärgerliche ist, dass Eichenholz eben auch Äste hat“, berichtete Archäologe Dr. Hans Joachim Behnke von der mühsamen Bearbeitung des Einbaum-Wasserkasten mit den eisenzeitlichen Werkzeugen.

2.Woche mit vollem Einsatz

 

   

In Zusammenarbeit mit dem ATZ (Archäotechnisches Zentrum Welzow, Dr. Behnke, Herr Marx u.a.) wird beginnend am 27.3.2010 für die Dauer von 3 Wochen eine Vielfalt von experimentalarchäologischen Aktivitäten auf dem Grundstück des "Landgasthofes zum grünen Strand der Spree" und der "Spreewälder Privatbrauerei 1788" in Schlepzig stattfinden. Im Mittelpunkt der Ereignisse steht die eisenzeitliche

Herstellung eines Einbaums,

 

Die Eiche aus dem Schlepziger Buchenhain wird vermessen und geschält auf die Helling gelegt.

wie er von alters her auch im Spreewald gefertigt wurde. Umrahmt wird dieses Geschehen von anderen archäotechnischen Erlebnisbereichen und Thementagen: wie mache ich Feuer, wie brenne ich Tonperlen, warum ist verkoktes Leinen ein nützliches Abfallprodukt, Spinntechniken gestern und vorgestern, Fischfang und Räuchern, Kochen mit Produkten der Eisenzeit, Metherstellung usw. Neben der Nutzung des Weidendomes finden Aktivitäten und Ausstellungen auch in den Eichenfässern und im Pfahlhaus statt. Nach Fertigstellung des Einbaums ist dessen Nutzung möglich. Unter Einbeziehung von Gästen, Medien (Antenne Brandenburg, Lausitzer Rundschau usw.) und Schülern soll sich der Besucher ein Bild von den Fertigkeiten unserer Vorväter machen.

Lausitzer Rundschau 3.04.2010

Eisenzeit-Einbaum entsteht in Schlepzig


Schlepzig: Am Schlepziger Weidendom entsteht dieser Tage ein Einbaum, so wie er in der Eisenzeit gefertigt wurde. Das ist die Hauptattraktion für das archäotechnische Festival, das dort jetzt gestartet ist.



Frisch geschärft präsentierte Archäotechniker Norbert Marx Äxte und Beitel. Am Schlepziger Weidendom lässt er einen Einbaum aus der Eisenzeit entstehen.

Foto: Jens Golombek
Am 18. April soll der fertige Einbaum auf Jungfernfahrt gehen.

Zeichnungen eines historischen Fundes aus der Uckermark wurden dem Archäotechnischen Zentrum (ATZ) Welzow vom Brandenburger Landesamt für Denkmalpflege zur Verfügung gestellt, so dass exakt nach einem Original gefertigt wird. Der Nachbau entsteht in den nächsten drei Wochen, umrahmt von Themenaktionstagen.

Die ersten Späne machten Unterspreewalds Amtsdirektor Jens-Hermann Kleine und Kulturdezernent Carsten Saß (beide CDU). Sie schlugen mit eisernem Werkzeug die ersten Schindeln vom Eichenstamm ab.

„Es gab auch Versuche mit Steinbeilen, aber das ist kaum zu schaffen“, erklärte Archäotechniker Norbert Marx. „Aber auch so wird mir jetzt doch etwas schlecht, wenn ich sehe, wie langsam wir an der späteren Unterseite vorankommen.“ Nach der äußeren Präparation, bei der unter anderem Bug und Heck spitz gemacht werden, beginne das mühsame Aushöhlen.

Gäste eingeladen

Besucher können Marx bei allen Arbeiten über die Schulter schauen und selber mit Hand anlegen. Nebenbei werden weitere eisenzeitliche Techniken und Fundstücke präsentiert. Keramikherstellung, Pfeil und Bogen, Spinnen und Fischfang sowie Feuer und Flamme sind die Schwerpunkte der Thementage.

„Wir machen hier keinen Quatsch, jedes Detail ist historisch belegt“, ergänzte Archäologe Dr. Hans Joachim Behnke. „Den Schwerpunkt bilden dabei die Germanen.“ Dabei konzentriere er sich „lokal begrenzt auf unseren Spreewald“ und beziehe Slawen mit ein. Auf keinen Fall solle das Festival einen Mittelaltermarkt darstellen, machte Behnke deutlich.

Jederzeit können Besucher „ausprobieren, was unsere Vorfahren gekonnt haben. Denn die waren keinesfalls zottelig oder schlecht gekleidet. Sie sprachen und lachten wie wir, waren handwerklich hoch spezialisiert.“

Amtsdirektor Kleine freute sich darüber, dass „hier keine trockene Geschichte präsentiert, sondern die eigene Vergangenheit erlebbar gemacht wird“. Er schätze dabei ganz besonders die Privatinitiative, ohne Einwirken der öffentlichen Hand. „So etwas bringt die Region und ihren Tourismus weiter nach vorn.“

Initiator Torsten Römer von der Spreewaldbrauerei freute sich, „ dass wir dieses Projekt in Windeseile auf die Beine stellen konnten“.

Zur Finanzierung steuert der Landkreis Dahme-Spreewald 9200 Euro bei. Das Geld fließt aus dem Förder-Programm „Stärken vor Ort“. Kulturdezernent Carsten Saß zufolge ergänzt „dieses Mikroprojekt die bisher geförderten Aktionen ideal.“

Jungfernfahrt

Römer wiederholte seinen Aufruf an geübte Paddler und Kanuten, sich für die Jungfernfahrt am 18. April zu melden. Durch das hohe Eigengewicht stünden die Seitenwände der früheren Eiche voraussichtlich maximal 20 Zentimeter aus dem Wasser.

„Kähne sind eine relativ späte Erfindung. Es ist belegt, dass diese aus einem ganzen Stamm gefertigten Vorläufer hier gefahren sind“, informierte Behnke. „Die waren nicht zum Futtertransport geeignet. Wir reden von der Zeit um Christi Geburt. Damals fuhr man mit zwei, drei Mann höchstens Fischen oder, um die Freundin zu besuchen.“ Jens Golombek

 

Eisenzeit-Einbaum entsteht in Schlepig
Planungen für „Archäotechnisches Festival“ konkret

Auf dem Gelände rund um die Schlepziger Privatbrauerei 1788 fällt am 27.März diesen Jahres um 11 Uhr der Startschuss für ein archäotechnisches Kabinettstückchen. Das in Welzow angesiedelte Archäotechnische Zentrum (ATZ) erhält am Schlepziger Spreeufer die Möglichkeit, unter Führung von Archäologe Dr. Hans Joachim Behnke einem breiten Publikum zu zeigen, wie ein Einbaum entsteht.
Der ATZ-Archäotechniker Norbert Marx wird zusammen mit einigen Mitstreitern zu Beginn der Schlepziger Kahnfahrsaison einen Einbaum wieder entstehen lassen, wie er vor mehreren hundert Jahren in den Spreefließen unterwegs war.
Zeichnungen eines historischen Fundes aus der Uckermark wurden dem ATZ vom Brandenburger Landesamt für Denkmalpflege zur Verfügung, so dass exakt nach einem Original gefertigt wird.
Der Nachbau entsteht in einem knapp drei Wochen laufenden „Archäotechnischen Festival“ mit eisenzeitlichen Werkzeugen über Ostern.
Besucher können dem Techniker bei allen Arbeiten über die Schulter schauen und selber mit Hand anlegen. Nebenbei werden weitere eisenzeitliche Techniken und Fundstücke präsentiert. Keramikherstellung, Pfeil und Bogen, Spinnen und Fischfang sowie Feuer und Flamme sind die Schwerpunkte der Thementage überschrieben.
Dr. Torsten Römer, Eigentümer von Brauerei und Landgasthof „Zum grünen Strand der Spree“ stellt den sechs Meter langen, 150-jährigen Eichenstamm zur Verfügung. Denn der studierte Mediziner ist seit seiner Jugend geschichts- und archäologiebegeistert. „Ich habe diesen Eichenstamm im Schlepziger Buchenhain erworben und war eigentlich schon immer von Einbäumen fasziniert“, berichtet Römer. „Da hat es sich einfach angeboten, das jetzt mal zu realisieren.“
Der Einbaum, der Mitte März auf das Gelände am Weidendom transportiert und geschält wird, stehe dabei physisch im Mittelpunkt und biete „wertvolle Brückpfeiler zu angrenzenden Themen wie z. B. dem Netzsenker. Dieses Festival ist für mich nicht nur ein gastronomisches Event, sondern eine ernsthafte Beschäftigung mit den Fähigkeiten unserer Vorfahren.“
Auf die Ergebnisse beim Brauen, Brennen, Backen, Grillen und Räuchern brauchen die Gäste dennoch im Rahmen der historischen kulinarischen Möglichkeiten nicht verzichten. „Honig wird hier als Wein, sprudeliges Meetgetränk und natürlich in gebrannter Form eine zentrale Rolle spielen.“
„Wir machen hier keinen Quatsch, jedes Detail ist historisch belegt“, stellt Archäologe Dr. Hans Joachim Behnke ergänzend klar. „Den Schwerpunkt bilden dabei die Germanen.“ Slawen würden aber als archäologische Unschärfe mit betrachtet. „Wir machen hier nicht Frankreich und Amerika sondern lokal begrenzt auf unseren Spreewald.“ Auf keinen Fall soll das Festival einen Mittelaltermarkt darstellen oder „Kostümsäufer“ anlocken.
Als Partner haben sich die Archäotechniker Partner wie den „Stärken vor Ort“-Sozialfonds, die Arge, den Krummspree-Verein, das Biosphärenreservat Spreewald und den Wildpark Johannismühle ins Boot geholt um die Vielfalt der experimentalarchäologischen Aktivitäten zu garantieren.
„Neben der Nutzung des Weidendomes finden Aktivitäten und Ausstellungen auch in den Eichenfässern und im Pfahlhaus statt“, kündigt Torsten Römer an. „Unter Einbeziehung aller Interessierter soll sich der Besucher ein Bild von den Fertigkeiten unserer Vorväter machen.“
Dass Archäotechniker Norbert Marx das Handwerk längst vergessener Generationen versteht macht er ganz nebenbei klar. „Die Eisenzeit trägt ihren Namen ja nicht zufällig“, holt er ganz beiläufig sein „Feuerzeug“ aus der Hosentasche. In einem Säckchen sind Feuerstein, gekoktes Leinen als Zunder und ein Feuerstahl verwahrt.
Gefühlvoll schlägt Marx ein mal mit dem „Striker“ am Feuerstein entlang um damit vor den erstaunten Mitstreitern binnen Sekunden ein kleines Feuer zu entfachen.
Mit dem „auf Helge legen“ fällt für Norbert Marx der Startschuss für die zweieinhalbwöchige Handwerksarbeit. „Ein Mann wird von früh bis spät Hacken und eine Menge Eichenspäne produzieren. Bei jedem Wetter wird gearbeitet, uns läuft sonst die Zeit weg.“
Dennoch gibt sich der Archäotechniker zuversichtlich, hat auch keine Angst vor Spannungsrissen. „Da kommt dann einfach Birkenpech rein und wird sicher wieder dicht.“ Noch ist kein Name für das schwimmende Gefährt gefunden. „Da hat der Hauer lange lange Zeit, um darüber nach zu denken.“
Für den 18 April sind Taufe und Stapellauf geplant. „Mit den Eichenpaddel den Einbaum zu fahren ist die Hölle, denn er ist unten rund“, warnt Norbert Marx aus eigener Erfahrung. „Hinstellen und womöglich Staken ist überhaupt nicht möglich.“
Durch das hohe Eigengewicht stünden die Seitenwände voraussichtlich maximal 20 Zentimeter aus dem Wasser. „Kähne sind eine relativ späte Erfindung. Es ist mit Sicherheit belegt, dass diese aus einem ganzen Stamm gefertigten Vorläufer hier gefahren sind“, berichtet Dr. Behnke. „Die waren aber nicht zum Futtertransport geeignet. Wir reden hier von der Zeit um Christi Geburt. Damals fuhr man mit 2-3 Mann höchstens Fischen oder um die Freundin zu besuchen.“
Für die Probefahrt nach festlichem Opfer, Taufe und Stapellauf am 18. April wird noch Personal gesucht. „Natürlich werde auch ich mit an Bord sein“, verspricht Baumeister Marx. „Aber es währe toll, wenn sich Kajak- oder Kanusportler mit Geschick und gutem Gleichgewichtssinn melden könnten.“
Weitere Informationen, den genauen Zeitplan und Kontaktdaten finden sie im Internet unter www.spreewaldbrauerei.de oder www.atz-welzow.de.


Fotos:
Archäologe Dr. Hans Joachim Behnke, Dr. Torsten Römer und Archäotechniker Norbert Marx planen Termine und Details


Stichwort ATZ
In der alten Feuerwache von Welzow (im Süden Brandenburgs im Landkreis Spree-Neiße) wird derzeit ein archäotechnisches Zentrum aufgebaut, das die technischen Aspekte in der Archäologie und der unmittelbaren Anschauung der archäologischen Ausgrabungen vor Ort erlebbar macht. Der Förderverein Archäotechnisches Zentrum Welzow e.V. setzt publikumswirksam Erkenntnisse der Landesarchäologie und der experimentellen Archäologie für Besucher um und setzt sich als außerschulische Bildungseinrichtung mit der Präsentation aller Fragestellungen rund um die Archäologie auseinander.
Das ATZ entsteht direkt am aktiven Tagebau Welzow-Süd. Im Zentrum wird der Fragestellung nachgegangen, was Archäologen machen, sie dabei finden und welche Methoden für Suche, Einordnung und Bewahrung der Funde anwenden.
Als zweiter Themenschwerpunkt steht die Archäotechnik, die Beschäftigung mit den Kenntnissen und Arbeitsprozessen unserer Vorfahren im Visier der Arbeit. Holz in der Vorgeschichte kann in vielen Angeboten selbst erlebt werden.
Das ATZ nimmt in diesen Wochen seine Arbeit auf. Im touristischen Gesamtkonzept der Stadt Welzow ist es Anlaufpunkt für alle kulturgeschichtlich interessierten Besucher die dem Thema Archäologie näher kommen wollen.

18.4.2010 Festliches Opfer, Taufe, Stapellauf am 18.4.2010
 

 

Ablaufplan:

15.3.2010 Anlieferung des Eichenstammes, Bau einer Helling, Schälung des Stammes

18.3.2010 Fotodokumentation 1

Dachschindeln (Behnke)

27.3
Empfang, Sägen und spalten, Feuer machen, Backen, Räuchern, Grillen, Schmieden
Weissbier u. Metanstich
Presse, Marx, Blumenstein, Fotodokumentation 2 Behnke
Säge: Zech, Hörner: Marx
9:00-19:00
28.3
Sägen und spalten, Feuer machen, Schmieden, Backen, Räuchern, Grillen
Marx, Blumenstein, Fotodokumentation 3 Behnke
9:00-17:00
29.3
Sägen und spalten, Feuer machen
Marx
9:00-17:00
30.3
Sägen und spalten, Feuer machen
Marx, Thiel, Lehmann, Fotodokumentation 4 Behnke
9:00-17:00
31.3
Sägen und spalten, Feuer machen
Marx
9:00-17:00
1.4
Sägen und spalten, Feuer machen
Marx, Thiel, Lehmann, Fotodokumentation 5 Behnke
9:00-17:00
2.4
Thementag Biosphäre "Fisch", Einbaum, Feuer machen, Backen, Räuchern, Grillen
Marx, Presse
Hebs brennt
9:00-19:00
3.4
Gründel: Einbaum, Backen, Räuchern, Grillen
Fotodokumentation 6 Behnke, Marx fehlt
Uwe braut
9:00-19:00
4.4
Einbaum, Feuer machen, Backen, Räuchern, Grillen, Perlen, Bogen
Marx, Heinrich
Uwe braut
9:00-19:00
5.4
Einbaum, Feuer machen, Backen, Räuchern, Grillen, Perlen, Bogen
Marx, Messenbrink,
Hanisch,
Heinrich
Hebs brennt
9:00-17:00
6.4
Einbaum, Feuer machen, Keramik, Spinnen
Marx, Brabandt- Behnke und v. Martens, Fotodokumentation 7 Behnke, Hanisch
9:00-17:00
7.4
Einbaum, Feuer machen, Keramik, Spinnen
Marx, Brabandt-Behnke und v. Martens, Fotodokumentation 8 Behnke
9:00-17:00
8.4
Einbaum, Feuer machen, Keramik, Spinnen
Marx, Brabandt- Behnke und Fotodokumentation 9 Behnke
9:00-17:00
9.4
Einbaum, Feuer machen, Keramik, Spinnen
Marx, Brabandt- Behnke und Fotodokumentation 10 Behnke
9:00-19:00
10.4
Thementag Spinnen, Einbaum, Backen, Räuchern, Grillen
Marx, Brabandt- Behnke und Fotodokumentation 11 Behnke
9:00-19:00
11.4
Thementag Adlerfeder, Pfeile, Einbaum, Backen, Räuchern, Grillen
Marx, Presse
9:00-17:00
12.4
Einbaum
Marx
9:00-17:00
13.4
Einbaum
Marx
9:00-17:00
14.4
Einbaum
Marx
9:00-17:00
15.4
Einbaum, Perlen und Keramik
Marx, Thiel, Lehmann, Fotodokumentation 12 Behnke
9:00-17:00
16.4
Einbaum
Marx
9:00-19:00
17.4
Einbaum, Feuer machen, Backen, Räuchern, Grillen
Kuh, Schwein am Spieß
Marx, Fotodokumentation 13 Behnke
9:00-19:00
18.4
Taufe, Opfer, Stapellauf, Feuer machen, Backen, Räuchern, Grillen
Suppe, Gulasch
Marx, Fotodokumentation 14 Behnke, Presse
Alle
9:00-17:00

Kontakt und Beteiligte:

Förderverein Archäotechnisches Zentrum Welzow, Poststraße 8, in 03119 Welzow, Dr. Hans Joachim Behnke, Norbert Marx.

Telefon 035751 28224, E-Mail: info@atz-welzow.de, N.-V.Marx@web.de

http://www.atz-welzow.de/

http://www.test.atz-welzow.de/

Mit freundlicher Unterstützung von:

ESF- Programm Stärken vor Ort

 

Bundesagentur für Arbeit Cottbus

 

Amt Unterspreewald

Biosphärenreservat Spreewald, Außenstelle Schlepzig, Herr Weingardt
Naturpark Johannismühle, Herr Uwe Banisch
Frau Dr. Braband-Behnke, Archäologin
Henry Blumenstein, Schmied
Mandy v. Martens, Keramik
Landgasthof zum grünen Strand der Spree
Antenne Brandenburg
Lausitzer Rundschau

Hintergrund 1.:
*Ich packe meinen Koffer *

*Das ATZ wird durch den Archäotechniker Norbert Marx aus Vetschau
verstärkt.** *

Archäologie hautnah für alle, die einmal in die Arbeitstechniken der
Steinzeit abtauchen wollen -- dies bietet das Archäotechnische Zentrum
ab Januar mit Hilfe eines Steinzeitkoffers an. Der versierte
Archäotechniker Norbert Marx bestückt zur Zeit einen Koffer mit allerlei
typischen Fundgegenständen, die in der Niederlausitz oder anderen
Landesteilen Brandenburgs bei archäologischen Ausgrabungen gefunden
wurden. Neben verschiedenen Steinwerkzeugen, Ausrüstungsgegenständen und
Handwerkszeug aus verschiedenen Materialien sind auch Leder, Geweih und
Keramik mit an Bord. Selbstverständlich alles zum Anfassen und
ausprobieren, denn es handelt sich um Replikate der echten Funde, die
man im Landesmuseum im Paulikloster in Brandenburg an der Havel
bewundern kann. Wer also immer schon einmal Feuer machen wollte wie in
der Steinzeit, wer sich fragt, wie mit Hilfe einer Feuersteinknolle und
wenigen Minuten Arbeit rasiermesserscharfe Werkzeuge entstehen oder wie
aus einem Fell Leder wird, der muss nur Herrn Marx zuhören und den
Koffer auspacken. Dann geht sie los, die spannende Stunde der Steinzeit.
Mit der Einstellung von Herrn Marx verstärkt sich das Archäotechnische
Zentrum im Bereich Archäotechnik. Mit seiner Hilfe können Gruppen
zukünftig ganz handfest Techniken aus längst vergangenen Zeiten lernen
und ausprobieren. Wer also sein Fest mit einem zünftigen Aktivteil
bereichern will, wer einen wirklich spannenden Kindergeburtstag
ausrichten will oder seinen Freunden unbekannte Einblicke in die Lausitz
bieten möchte, der sollte mit dem Archäotechnischen Zentrum sprechen.
Herr Marx packt dann seinen Koffer und kommt!

Kontakt:

Förderverein Archäotechnisches Zentrum Welzow e.V.

Dr. Hans Joachim Behnke

Telefon 035751 28224

info@atz-welzow.de, http://www.native-american-whistle.de/

Hintergrund 2.:

Lausitzer Rundschau Spremberg 15.10.2009

Tatkräftige Verstärkung für den Welzower Förderverein


Welzow Der Förderverein Archäotechnisches Zentrum Welzow hat jetzt vier Mitarbeiter. Mitte September sind Daniela Thiel und Sven Lehmann aus Welzow für den Bereich Kulturgeschichtliche Bildungsarbeit und Archäotechnik eingestellt worden. Sie werden innerhalb eines Jahres die Ausstellung im Archäotechnischen Zentrum (ATZ) in der Alten Feuerwehr in Welzow mitgestalten.
15.10.2009
Daniela Thiel und Sven Lehmann sind seit dem 15. September beim ATZ . Foto: ATZ
ATZ-Leiter Dr. Hans Joachim Behnke sagt: „Für unser Vorhaben, Werkzeuge und Gebrauchsgegenstände nach originalen Vorbildern der Landesarchäologie zu fertigen, bringen beide ideale Voraussetzungen mit. Sie besitzen nämlich umfangreiche Kenntnisse in der Holzbearbeitung.“ Das Arbeitsverhältnis werde durch den Landkreis Spree-Neiße, Eigenbetrieb Grundsicherung, gefördert.

Neben anstehenden Holzarbeiten vom einfachen Werkzeugstiel bis hin zu komplizierten Holzverbindungen, wie sie schon vor Jahrtausenden in der Niederlausitz hergestellt wurden, würden die „neuen ATZler“ den archäologischen Schaugarten hinter dem Gebäude der Alten Feuerwehr herrichten. Wie der ATZ-Leiter mitteilt, hätten Daniela Thiel und Sven Lehmann bei Veranstaltungen mit Schulklassen aus den umliegenden Landkreisen bereits mitgemacht. „Ganz nebenbei vertiefen sie dabei ihre Kenntnisse in der Archäologie der Lausitz und unterstützen die Projektleiter bei der Öffentlichkeitsarbeit“, sagt Dr. Behnke.

In den vergangenen Tagen hat das Duo Blumenbeete in der Eintrachtallee angelegt, „damit Welzow bunter wird“, wie die beiden jungen Leute sagen. Im nächsten Jahr sollen am Straßenrand Blumen blühen, wie sie schon seit Jahrhunderten in der Niederlausitz zu finden sind. Dr. Behnke: „Die Blumen rahmen zukünftig das Gelände an den wiederaufgebauten Originalbefunden aus Klein Görigk im Industriegebiet der Stadt Welzow.“

Kontakt: Förderverein Archäotechnisches Zentrum Welzow, Poststraße 8, in 03119 Welzow,

Telefon 035751 28224,

E-Mail: info@atz-welzow.de

Von Klaus Gentzsch