10.03.200
Lausitzer Rundschau
«Unser Dom wird schöner!»
In nur vier Wochen soll der Weidenbau fertig gepflanzt sein
Kalt wehte der Wind am vergangenen Montagvormittag über
die Wiese hinter dem «Landgasthof zum grünen
Strand der Spree» in Schlepzig. Die zahlreichen Schüler
und Erwachsenen, die Weidenzweige beschnitten und Löcher
gruben, schienen dies nicht zu spüren. Mit roten Wangen
und voller Elan arbeiteten alle zusammen, um den ersten
Weidendom im Spreewald Wirklichkeit werden zu lassen. Zur
«Grundsteinpflanzung» hatte sich auch lokale
Prominenz eingefunden.
Foto: Foto: A. Wawro
Mit Spreewälder Bier wurde über dem Modell auf
das gute Wachsen des Weidendoms in Schlepzig angestoßen.
«Es sieht total cool aus» schwärmte Juliane
Rehor, Schülerin der Klasse 8 c der Lübbener Realschule,
mit einem Blick auf das Modell des Weidendoms. Dieses stand
mitten auf der Wiese auf einem Tisch, um allen vor Augen
zu führen, was in den nächsten Wochen dort errichtet
werden soll.
Arbeitsreiche Klassenfahrt
Seit 8 Uhr morgens waren die 30 Schüler der achten
Klasse mit ihrer Lehrerin Martina Siggel auf der Wiese,
um kräftig mit anzupacken. In warme Arbeitskleidung
gehüllt und mit Gummistiefeln und Arbeitshandschuhen
bewaffnet waren sie eifrig bei der Sache. Für eine
Woche sind die Schüler im Schullandheim untergebracht.
Von 8 bis 14.30 Uhr werden sie bei der Pflanzung mithelfen.
Das kalte Wetter mache ihm nichts aus, so der 14-jährige
Marcel Harting. «Wir sind hart im Nehmen.» Außerdem
sei es ein tolles Gefühlt bei solch einem Projekt mitzuhelfen,
erzählte seine Mitschülerin Christina Jüngling.
Sie werde bestimmt später vorbei schauen, wie der Dom
wachse, fügte Juliane Tätzel hinzu.
Auch die Erwachsenen waren von dem Projekt beeindruckt.
Die Anregung sei vom Weidenbau aus Rostock gekommen, aber
der Spreewälder Weidendom werde viel schöner,
so Landrat Martin Wille in seiner Ansprache zur «Grundsteinpflanzung»
. «Der Spreewald macht mal wieder mit neuen Ideen
von sich reden» , lobte er die Wirkung des Weidenbaus.
«Baumwerk» mit
technischer Finesse
Der Schweizer Architekt Marcel Kalberer legte Wert darauf,
dass es sich bei seinem Entwurf um ein «Baumwerk»
und nicht um ein Bauwerk handele. Es sei das fünfte
Großprojekt dieser Art, das er und sein Team pflanzten.
Am Modell, welches Korbmacher und Mitarbeiter des Spreewaldvereins
Andreas Traube anfertigte, erläuterte Kalberer das
Prinzip des Baus und seine technischen Feinheiten. Zur Stabilisierung
des Doms werde ein Stahlgerüst aufgestellt. An diesem
werden die Stecklinge entlang wachsen und immer im Frühjahr
und Herbst eingeflochten werden. Pro Jahr werden etwa zwei
Meter neuer Weidentriebe hinzu kommen, erklärte Andreas
Traube. «In drei bis fünf Jahren wird der Dom
bis oben zugewachsen sein.»
Da die Weidenstecklinge noch nicht bis ganz oben reichen,
werde der obere Teil des Gerüstes mit Schilf umwickelt,
sagte der Architekt. Der Boden und das Gebiet seien der
ideale Standort für einen Weidenbau, schwärmte
er.
Der Inhaber des Landgasthofes und bald auch des Weidendomes,
Torsten Römer, lobte das Engagement der «tapferen
Schüler» , die ihre Klassenfahrt der Arbeit am
Dom widmen.
«Wer die Pflanzung verfolgen möchte, der muss
schnell sein» , sagte Dieter Irlbacher, Geschäftsführer
des Spreewaldvereins. Er hatte im Vorfeld alle Schulen im
Umkreis besucht, um das Projekt vorzustellen und um Mithilfe
zu werben. Nach der Klasse 8 c werden Mitte März polnische
Jugendliche über das europäische «Leonardo
da Vinci» -Förderprogramm für arbeitslose
Jugendliche am Weidendom mitarbeiten. Andreas Traube bewertete
diese Zusammenarbeit sehr positiv. «Die Schüler
bauen sich ihr eigenes grünes Klassenzimmer.»
Infos zum Thema Der Weidendom
22 Meter breit und elf Meter hoch soll der Weidenbau werden.
Dafür werden 200 Kubikmeter Weidenstangen, 840 Meter
Stahlrohr, 3000 Meter normales Seil und 150 Kilogramm Kokosseil
benötigt. Genutzt werden soll der Weidendom mit integrierter
Bühne als Kommunikationstreff für Jung und Alt,
für künstlerische und kulturelle Projekte, als
Rastplatz für Wanderer, als «Grünes Klassenzimmer»
für Schüler sowie als Werkstatt-Podium für
organische Gestaltung und organisches Bauen.
Von Anke Richter
Lausitzer Rundschau 15.03.2004
"Wir sind jetzt eine Klasse"
Realschüler arbeiteten mit am Weidendom
"Es war ein Härtetest
und die Schüler haben ihn toll gemeistert", lobte
Lehrerin Martina Siggel ihre Klasse 8 c der Lübbener
Realschule.
Foto: Foto: A. Wawro
Schüler der 8 c der Lübbener Realschule halfen
für eine Woche tatkräftig bei den ersten Pflanzungen
für den Weidendom in Schlepzig mit.
Ihre einwöchige Projektfahrt haben die Schüler
in Schlepzig verbracht, wo sie am Tage mitgeholfen haben,
die ersten Stecklinge für den Weidendom einzupflanzen.
Schmutzig und müde waren die Schüler am Freitagmittag.
Doch alle Augen strahlten, wenn sie auf "ihren"
Dom blickten, von dem am Freitag die ersten Bögen standen.
"Es ist ein tolles Gefühl, zu wissen, dass wir
bei dem Projekt mitgeholfen haben" , so Marc Metiska.
Der Dienstag und der Mittwoch seien am härtesten gewesen,
erzählte Erik Noleppa. "Es war kalt und nass,
da wollten wir erst alle nicht aus dem Schullandheim raus."
"Diese Woche hat uns zusammen geschweißt"
, sagte Sabrina Lindner. Ein Teil der Klasse stamme aus
Luckau. Da habe es immer zwei Gruppen gegeben. "Jetzt
sind wir eine Klasse" , so Sabrina. Dass sie in dieser
Woche so viele Spaß haben würde, das hätte
Nadine Anders nie gedacht. "Erst fand ich die Idee
doof, hier mitzuarbeiten. Ich dachte es wird langweilig."
Doch dann habe sie zu denen gehört, die abends immer
am längsten gearbeitet haben, schmunzelte die Lehrerin.
An diese Woche werden sich die Schüler noch lange erinnern.
"Wir kommen bestimmt mal mit dem Fahrrad vorbei"
, so Tobias Michelchen. (ar)
Lausitzer Rundschau 15.03.2004
In der «Saftruhe» geschnitten
Ging beim Weidenschnitt alles rechtens zu?
Ob beim Schnitt der Zweige für den in Schlepzig entstehenden
Weidendom alles rechtens gewesen sei, wird die Lübbener
Stadtverwaltung von der Unteren Naturschutzbehörde
des Landkreises wissen wollen. Das regte der Bauausschuss
an.
Denn bei dessen vergangener Sitzung erklärte Steinkirchens
Ortsvorsteher Günther Haase, dass es verboten sei,
Weiden zu schneiden, wenn deren Kätzchen noch nicht
blühen würden. Im Fall des Schnitts für den
Weidendom sei dies aber passiert.
Nun entsteht zwar der «Dom» bei Schlepzig, jedoch
stammt ein Teil seiner Stecklinge aus Hartmannsdorf und
damit von Lübbener Gebiet. Deshalb nahm sich der Bauausschuss
der Sache an.
Als gelernter Korbmacher wisse er, dass Weiden nur während
ihrer so genannten Saftruhe geschnitten werden dürfen,
erklärte Andreas Traube auf RUNDSCHAU-Nachfrage. Daran
habe man sich gehalten.
Außerdem versicherte der Mitarbeiter des Spreewaldvereins,
und Mitinitiator des Projekts in Schlepzig, dass man mit
der Unteren Naturschutzbehörde «sehr gut zusammengearbeitet
hat. Wir haben von dieser hervorragendes Kartenmaterial
für die Auswahl der Standorte, wo geschnitten werden
kann, erhalten. Die konnten gar nicht verfehlt werden»
. Zweige habe man auch von Standorten erhalten, wo im Auftrag
des Amtes Unterspreewald sowieso Weiden verschnitten wurden.
(dh)
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Foto: Foto: A. Wawro,
Lausitzer Rundschau 23.03.2004
«Einweidung»nennt Anja Römer vom Landgasthof
Schlepzig die Feier, mit der am 1. Mai der Weidendom auf
dessen Grundstück eingeweiht werden soll. Er entstand
mit Hilfe des Leader-plus-Projekts. Erst kürzlich fand
für ihn die «Grundsteinpflanzung» statt.
Die Weidenpflanzen dafür stammen aus dem gesamten Amt
Unterspreewald und aus Lübben. Nun muss er aus eigener
Kraft größer werden und sich hoffentlich zu einem
weiteren Anziehungspunkt im Spreewald entwickeln. Die «Einweidung»
des «Baumwerkes» jedenfalls, kündigt Anja
Römer an, soll am 1. Mai stattfinden. Gefeiert werden
soll mit den «Rot Peppers» aus Berlin.
Lausitzer Rundschau 08.04.2004
Die mit den Weiden tanzt
Bernadette Mercx baute an der Arena Salix mit
Arena Salix, den Schlepziger Weidenbau, nennt Bernadette
Mercx auf die Frage, welche Weidenkonstruktion bisher die
schönste für sie war. An dieser hat sie in den
vergangenen Tagen mit dem Team «Sanfte Strukturen»
mitgearbeitet.
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Foto: Foto: A. Wawro
Die Arbeiten in luftiger Höhe an der Arena Salix ließ
sich Bernadette Mercx nicht nehmen.
Das Team vereint Weidenbau-Aktivisten um den Ideengeber
und Architekten Marcel Kalberer.
Der Großteil aller grünen domartigen Bau(m)werke
trägt dessen Handschrift. Die Verarbeitung von frischgrünen
Weiden zu kuppelartigen Strukturen verbindet die Holländerin
Bernadette Mercx (37) mit zweifachem Glück: Bei dieser
Tätigkeit hat sie die Liebe ihres Lebens getroffen,
der sie in die Schweiz folgte. Zum anderen ist der Weidenbau
die Erfüllung schlechthin für sie.
Spontan sei sie 1993 einem plakatierten Aufruf zum Mitmachen
bei einem Weidenbauprojekt gefolgt. Inzwischen sei der Weidenbau
ihr Lieblingsgelegenheitsjob. Sie jobbe, wo sich gerade
was anbietet. Es gebe einfach kein Unternehmen, dass ihr
die Freizügigkeit bei einer Festeinstellung gewähren
würde, sieben bis zehn Wochen im Jahr bei Weidenbauten
zuzubringen.
Seit der Errichtung des Auerworldpalastes in Auerstedt 1998
als erstes verwirklichtes Weidenbau-Großprojekt ist
die Nachfrage nach derartigen Bauten in Europa, vor allem
in Deutschland riesengroß. Ber nadette gehört
inzwischen zu den «alten Hasen» in diesem Metier.
Elf oder zwölf dieser grünen Biotope habe sie
mit errichtet.
Was sie daran so fasziniere? Einige Semester Tanz und Theaterwissenschaften
habe sie studiert. Zudem habe sie sich im Schmuckdesign
probiert. Kreativität sei ihre Lebensmaxime und nirgendwo
besser zu verwirklichen, als beim Weidenbau. Sie mag die
körperliche Arbeit und nennt es «mit den Weiden
tanzen» . Dass sie gern klettert, war für jeden
erkennbar, der ihr in Schlepzig bei der Arbeit zusah. Nicht
zu vergessen seien die vielfältigen Kontakte mit anderen
Menschen, darunter vielen Gleichgesinnten beim Weidenbau.
Jedes dieser Projekte sehe sie als ein zutiefst soziales
an. Erzeuge doch die Arbeit an den Pflanzungen einen beispiellosen
Teamgeist, selbst bei Helfern, die ansonsten in ihrem sozialen
Umfeld kaum oder bestenfalls negativ in Erscheinung treten.
Die Einschätzung, dass die Arena Salix für sie
bisher der schönste Weidenbau sei, relativiert Bernadette
Mercx gleich wieder. Denn jedes zukünftige Projekt
werde immer unmittelbar nach Fertigstellung für sie
der schönste Weidenbau sein. Kaum sei ein Projekt beendet,
richte sie ihre ganze Aufmerksamkeit auf die kommenden Vorhaben,
verspüre den Drang nach neuen Herausforderungen, Superlativen
und Rekorden in der noch jungen Branche der Biotektur. Das
hat sie mit ihrem Onkel, dem berühmten belgischen Ex-Radrennprofi
Eddie Merckx gemeinsam, der in seiner Sportart auch so manchen
Rekord aufstellte.
Andreas Traube
14.04.2004 Lausitzer Rundschau
Lebendes Bauwerk
Foto: Foto: ZB
Diesen Weidendomkönnen Gäste auf dem Gelände
des Landgasthofes «Zum grünen Strand der Spree»
in Schlepzig betrachten. In dem kleinen Ort im Unterspreewald
entstand in den vergangenen Wochen Brandenburgs erster Weidenbau,
so der Bauherr Torsten Römer. Der Schweizer Architekt
Marcel Kalberer hat den 22 Meter breiten und elf Meter hohen
Dom entworfen. Weidenbündel wurden gemäß
der Bauzeichnung gepflanzt und zu der kuppelartigen Trägerstruktur
geformt und verbunden. Jetzt übernimmt die Natur die
Bauherrschaft und stabilisiert das Pflanzwerk durch Wurzelbildung
der Weidenäste. Nach rund fünf Jahren ist der
gesamte Dom eingewachsen. Genutzt werden soll das lebendige
Bauwerk mit integrierter Bühne als Treffpunkt für
Jung und Alt.
Berliner Morgenpost 14.4.2004
Ein Weidendom am grünen
Strand der Spree
Schlepzig - Auf dem Gelände des Landgasthofes
"Zum grünen Strand der Spree" in Schlepzig
(Dahme-Spreewald) wächst ein Weidendom. In dem kleinen
Ort im Unterspreewald entstand in den vergangenen Wochen
Brandenburgs erster Weidenbau, so der Bauherr Torsten Römer.
Der Schweizer Architekt Marcel Kalberer hat den Weidendom
entworfen. Weidenbündel wurden gemäß der
Bauzeichnung gepflanzt und zu der kuppelartigen Trägerstruktur
verbunden.
Kalberer legt Wert darauf,
dass es sich um ein "Baumwerk" und nicht um ein
Bauwerk handele. Es sei das fünfte Großprojekt
dieser Art, das er und sein Team pflanzten. Es ist 22 Meter
breit und elf Meter hoch. 200 Kubikmeter Weidenstangen,
840 Meter Stahlrohr, 3000 Meter normales Seil und 150 Kilo
Kokosseil wurden benötigt.
Jetzt übernimmt die
Natur die "Bauherrschaft" und stabilisiert das
Pflanzwerk durch Wurzelbildung der Äste. Nach fünf
Jahren ist der Dom mit integrierter Bühne eingewachsen.
Genutzt werden soll er als Treffpunkt für Jung und
Alt, als Rastplatz für Wanderer oder grünes Klassenzimmer.
LR
19.04.2004 Lausitzer Rundschau
Hau ruck!
Foto: Foto: A. Wawro
Für einen Dombaudürfte das Rekordzeit sein: sechs
Wochen von der Grundsteinlegung bis zum Richtfest. Allerdings
handelt es sich bei dem auf der Wiese hinter dem Landgasthof
«Zum grünen Strand der Spree» in Schlepzig
entstandenen Bau nicht um einen aus Stein, Glas oder Beton.
Vielmehr besteht er aus Weiden, weshalb er auch Arena Salix
heißt. Die Richtkrone zogen am Sonnabend unter anderem
Landrat Martin Wille, Landgasthof-Inhaber Torsten Römer
und Dieter Irlbacher, Chef des Spreewaldvereins hoch. Dieser
erste Weidendom in Brandenburg, der ein Projekt der europäischen
Gemeinschaftsinitiative Leader plus ist und dessen «Grundstein-Pflanzung»
am 8. März war, soll am 1. Mai seine «Einweidung»
erleben.
Eingeweiht
Foto: Foto: A. Wawro
Die aus Weiden geformte Arena Salix am Schlepziger Ortsausgang
Richtung Krausnick erlebte am Sonnabend ihre Einweihung.
Das Ensemble «Ya-Ka-Scha» hatte dabei am späten
Vormittag den musikalischen Part übernommen.
07.05.2004 Lausitzer Rundschau
Weidendom vom Kahn aus betrachten
Hochzeiten, Konzerte und Inszenierungen geplant
Die «Arena Salix» , der Weidendom, der am Ortsausgang
Schlepzig in Richtung Krausnick auf dem Gelände des
Schlepziger Landgasthofs mit Privatbrauerei entstanden ist,
ziehe bereits jetzt zahlreiche Neugierige an, berichtet
Anja Römer.
Sie wollen einfach gucken,
sich hinsetzen, das Bauwerk auf sich wirken lassen. Doch
auch weitere Nutzungen stehen für das Gebilde ins Haus:
Hochzeiten und Polterhochzeiten seien geplant, Konzerte
wolle man wie bei der Eröffnung des Weidendoms bereits
erprobt auch weiter veranstalten, Seminare und Tagungen
im Landgasthof können einfach nach draußen verlegt
werden.
Entstanden ist der Dom in Zusammenarbeit mit dem Leader-plus-Projekt,
das europäische Fördermöglichkeiten eröffnet.
Zu 45 Prozent werden die Ausgaben der Landgasthof-Betreiber
so unterstützt. Den Rest müssen sie selbst tragen.
Noch sei die Förderung nicht geflossen, so Anja Römer,
zumal in letzter Zeit noch Erdarbeiten rund um den Weidendom
erledigt wurden. «Wir warten, bis wir alle Rechnungen
zusammenhaben, und reichen sie dann ein.»
Apropos Erdarbeiten: Ein Kahnfährhafen solle nicht
entstehen, verneint Anja Römer vehement. Die Fahrten,
bei denen der Landgasthof angesteuert wird, sollen weiter
über den Kahnfährhafen abgewickelt werden, betont
sie. Man habe lediglich eine Renaturierung vor dem alten
Schwenk vorgenommen, der zugeschüttet worden war und
nun wieder geöffnet wurde.
Die Idee sei, hier mit dem Kahn hineinfahren zu können
und den Weidendom vom Wasser aus zu erleben, zum Beispiel
auch bei Inszenierungen. Sicher könne auch mal, «als
Notbehelf» , jemand aussteigen und im Gasthof eine
Wurst essen, so Anja Römer, aber den großen Trubel
wolle man sich nicht auf diese Weise in den Gasthof holen.
Ein öffentlicher Kahnfährhafen solle daraus keinesfalls
werden.
Als weitere Anziehungspunkte des Landgasthofs habe man in
dieser Saison den Weidendom und wolle das Brennhaus gegenüber
fertig bauen. Damit sei man erstmal ausgelastet.
Ingvil Schirling
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