Weidenhaus

 

 

Das Weidenhaus wird gefördert aus Mitteln des LEADER+ Programmes der Europäischen Union. Leider konnten wir die Allianz Umweltstiftung, Envia, Vattenfall Mining und die Sparkasse Dahme-Spreewald nicht als Paten für das Projekt begeistern.

Die alte Schoberstelle: hier wird es sein
das Modell
der erste Spatenstich durch Marcel Kalberer
die Schüler der Realschule Lübben mit ihrer Lehrerin Frau Siggel kommen und beginnen zu buddeln
ein Raster wird gelegt Bögen gebogen und geschweißt Montageböcke für die Bündel
die ersten fertigen Weidenbündel. eine 6m hohe Rüsteung wird gestellt wieder ein Bündel geschafft
die ersten Bögen Weidenbauer bei der Arbeit: Woche 2, die kleinen Bögen sind fertig
die großen Bögen die Spitze die ersten Großen stehen
die Kuppel wird sichtbar   Woche 3: der Turm entsteht
Turmspitze fixiert der Kirchturm und sein Weidenkollege endlich schönes Wetter
der Weidendom bei nacht   am Weidendom entstand eine "Lagune"
1.Juli 2004 kräftig begrünt   ein Blick hinein

 

 

Nutzung z. B. mit Bühne und Bestuhlung

 

10.03.200

Lausitzer Rundschau
«Unser Dom wird schöner!»
In nur vier Wochen soll der Weidenbau fertig gepflanzt sein

Kalt wehte der Wind am vergangenen Montagvormittag über die Wiese hinter dem «Landgasthof zum grünen Strand der Spree» in Schlepzig. Die zahlreichen Schüler und Erwachsenen, die Weidenzweige beschnitten und Löcher gruben, schienen dies nicht zu spüren. Mit roten Wangen und voller Elan arbeiteten alle zusammen, um den ersten Weidendom im Spreewald Wirklichkeit werden zu lassen. Zur «Grundsteinpflanzung» hatte sich auch lokale Prominenz eingefunden.

Foto: Foto: A. Wawro


Mit Spreewälder Bier wurde über dem Modell auf das gute Wachsen des Weidendoms in Schlepzig angestoßen.
«Es sieht total cool aus» schwärmte Juliane Rehor, Schülerin der Klasse 8 c der Lübbener Realschule, mit einem Blick auf das Modell des Weidendoms. Dieses stand mitten auf der Wiese auf einem Tisch, um allen vor Augen zu führen, was in den nächsten Wochen dort errichtet werden soll.

Arbeitsreiche Klassenfahrt
Seit 8 Uhr morgens waren die 30 Schüler der achten Klasse mit ihrer Lehrerin Martina Siggel auf der Wiese, um kräftig mit anzupacken. In warme Arbeitskleidung gehüllt und mit Gummistiefeln und Arbeitshandschuhen bewaffnet waren sie eifrig bei der Sache. Für eine Woche sind die Schüler im Schullandheim untergebracht. Von 8 bis 14.30 Uhr werden sie bei der Pflanzung mithelfen.
Das kalte Wetter mache ihm nichts aus, so der 14-jährige Marcel Harting. «Wir sind hart im Nehmen.» Außerdem sei es ein tolles Gefühlt bei solch einem Projekt mitzuhelfen, erzählte seine Mitschülerin Christina Jüngling. Sie werde bestimmt später vorbei schauen, wie der Dom wachse, fügte Juliane Tätzel hinzu.
Auch die Erwachsenen waren von dem Projekt beeindruckt. Die Anregung sei vom Weidenbau aus Rostock gekommen, aber der Spreewälder Weidendom werde viel schöner, so Landrat Martin Wille in seiner Ansprache zur «Grundsteinpflanzung» . «Der Spreewald macht mal wieder mit neuen Ideen von sich reden» , lobte er die Wirkung des Weidenbaus.

«Baumwerk» mit technischer Finesse
Der Schweizer Architekt Marcel Kalberer legte Wert darauf, dass es sich bei seinem Entwurf um ein «Baumwerk» und nicht um ein Bauwerk handele. Es sei das fünfte Großprojekt dieser Art, das er und sein Team pflanzten.
Am Modell, welches Korbmacher und Mitarbeiter des Spreewaldvereins Andreas Traube anfertigte, erläuterte Kalberer das Prinzip des Baus und seine technischen Feinheiten. Zur Stabilisierung des Doms werde ein Stahlgerüst aufgestellt. An diesem werden die Stecklinge entlang wachsen und immer im Frühjahr und Herbst eingeflochten werden. Pro Jahr werden etwa zwei Meter neuer Weidentriebe hinzu kommen, erklärte Andreas Traube. «In drei bis fünf Jahren wird der Dom bis oben zugewachsen sein.»
Da die Weidenstecklinge noch nicht bis ganz oben reichen, werde der obere Teil des Gerüstes mit Schilf umwickelt, sagte der Architekt. Der Boden und das Gebiet seien der ideale Standort für einen Weidenbau, schwärmte er.
Der Inhaber des Landgasthofes und bald auch des Weidendomes, Torsten Römer, lobte das Engagement der «tapferen Schüler» , die ihre Klassenfahrt der Arbeit am Dom widmen.
«Wer die Pflanzung verfolgen möchte, der muss schnell sein» , sagte Dieter Irlbacher, Geschäftsführer des Spreewaldvereins. Er hatte im Vorfeld alle Schulen im Umkreis besucht, um das Projekt vorzustellen und um Mithilfe zu werben. Nach der Klasse 8 c werden Mitte März polnische Jugendliche über das europäische «Leonardo da Vinci» -Förderprogramm für arbeitslose Jugendliche am Weidendom mitarbeiten. Andreas Traube bewertete diese Zusammenarbeit sehr positiv. «Die Schüler bauen sich ihr eigenes grünes Klassenzimmer.»

Infos zum Thema Der Weidendom
22 Meter breit und elf Meter hoch soll der Weidenbau werden. Dafür werden 200 Kubikmeter Weidenstangen, 840 Meter Stahlrohr, 3000 Meter normales Seil und 150 Kilogramm Kokosseil benötigt. Genutzt werden soll der Weidendom mit integrierter Bühne als Kommunikationstreff für Jung und Alt, für künstlerische und kulturelle Projekte, als Rastplatz für Wanderer, als «Grünes Klassenzimmer» für Schüler sowie als Werkstatt-Podium für organische Gestaltung und organisches Bauen.

Von Anke Richter

 

Lausitzer Rundschau 15.03.2004
"Wir sind jetzt eine Klasse"
Realschüler arbeiteten mit am Weidendom

"Es war ein Härtetest und die Schüler haben ihn toll gemeistert", lobte Lehrerin Martina Siggel ihre Klasse 8 c der Lübbener Realschule.

Foto: Foto: A. Wawro


Schüler der 8 c der Lübbener Realschule halfen für eine Woche tatkräftig bei den ersten Pflanzungen für den Weidendom in Schlepzig mit.
Ihre einwöchige Projektfahrt haben die Schüler in Schlepzig verbracht, wo sie am Tage mitgeholfen haben, die ersten Stecklinge für den Weidendom einzupflanzen. Schmutzig und müde waren die Schüler am Freitagmittag. Doch alle Augen strahlten, wenn sie auf "ihren" Dom blickten, von dem am Freitag die ersten Bögen standen. "Es ist ein tolles Gefühl, zu wissen, dass wir bei dem Projekt mitgeholfen haben" , so Marc Metiska. Der Dienstag und der Mittwoch seien am härtesten gewesen, erzählte Erik Noleppa. "Es war kalt und nass, da wollten wir erst alle nicht aus dem Schullandheim raus." "Diese Woche hat uns zusammen geschweißt" , sagte Sabrina Lindner. Ein Teil der Klasse stamme aus Luckau. Da habe es immer zwei Gruppen gegeben. "Jetzt sind wir eine Klasse" , so Sabrina. Dass sie in dieser Woche so viele Spaß haben würde, das hätte Nadine Anders nie gedacht. "Erst fand ich die Idee doof, hier mitzuarbeiten. Ich dachte es wird langweilig." Doch dann habe sie zu denen gehört, die abends immer am längsten gearbeitet haben, schmunzelte die Lehrerin. An diese Woche werden sich die Schüler noch lange erinnern. "Wir kommen bestimmt mal mit dem Fahrrad vorbei" , so Tobias Michelchen. (ar)

 

Lausitzer Rundschau 15.03.2004
In der «Saftruhe» geschnitten
Ging beim Weidenschnitt alles rechtens zu?

Ob beim Schnitt der Zweige für den in Schlepzig entstehenden Weidendom alles rechtens gewesen sei, wird die Lübbener Stadtverwaltung von der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises wissen wollen. Das regte der Bauausschuss an.
Denn bei dessen vergangener Sitzung erklärte Steinkirchens Ortsvorsteher Günther Haase, dass es verboten sei, Weiden zu schneiden, wenn deren Kätzchen noch nicht blühen würden. Im Fall des Schnitts für den Weidendom sei dies aber passiert.
Nun entsteht zwar der «Dom» bei Schlepzig, jedoch stammt ein Teil seiner Stecklinge aus Hartmannsdorf und damit von Lübbener Gebiet. Deshalb nahm sich der Bauausschuss der Sache an.
Als gelernter Korbmacher wisse er, dass Weiden nur während ihrer so genannten Saftruhe geschnitten werden dürfen, erklärte Andreas Traube auf RUNDSCHAU-Nachfrage. Daran habe man sich gehalten.
Außerdem versicherte der Mitarbeiter des Spreewaldvereins, und Mitinitiator des Projekts in Schlepzig, dass man mit der Unteren Naturschutzbehörde «sehr gut zusammengearbeitet hat. Wir haben von dieser hervorragendes Kartenmaterial für die Auswahl der Standorte, wo geschnitten werden kann, erhalten. Die konnten gar nicht verfehlt werden» . Zweige habe man auch von Standorten erhalten, wo im Auftrag des Amtes Unterspreewald sowieso Weiden verschnitten wurden. (dh)


Foto: Foto: A. Wawro,

Lausitzer Rundschau 23.03.2004


«Einweidung»nennt Anja Römer vom Landgasthof Schlepzig die Feier, mit der am 1. Mai der Weidendom auf dessen Grundstück eingeweiht werden soll. Er entstand mit Hilfe des Leader-plus-Projekts. Erst kürzlich fand für ihn die «Grundsteinpflanzung» statt. Die Weidenpflanzen dafür stammen aus dem gesamten Amt Unterspreewald und aus Lübben. Nun muss er aus eigener Kraft größer werden und sich hoffentlich zu einem weiteren Anziehungspunkt im Spreewald entwickeln. Die «Einweidung» des «Baumwerkes» jedenfalls, kündigt Anja Römer an, soll am 1. Mai stattfinden. Gefeiert werden soll mit den «Rot Peppers» aus Berlin.


Lausitzer Rundschau 08.04.2004
Die mit den Weiden tanzt
Bernadette Mercx baute an der Arena Salix mit

Arena Salix, den Schlepziger Weidenbau, nennt Bernadette Mercx auf die Frage, welche Weidenkonstruktion bisher die schönste für sie war. An dieser hat sie in den vergangenen Tagen mit dem Team «Sanfte Strukturen» mitgearbeitet.

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Foto: Foto: A. Wawro
Die Arbeiten in luftiger Höhe an der Arena Salix ließ sich Bernadette Mercx nicht nehmen.
Das Team vereint Weidenbau-Aktivisten um den Ideengeber und Architekten Marcel Kalberer.
Der Großteil aller grünen domartigen Bau(m)werke trägt dessen Handschrift. Die Verarbeitung von frischgrünen Weiden zu kuppelartigen Strukturen verbindet die Holländerin Bernadette Mercx (37) mit zweifachem Glück: Bei dieser Tätigkeit hat sie die Liebe ihres Lebens getroffen, der sie in die Schweiz folgte. Zum anderen ist der Weidenbau die Erfüllung schlechthin für sie.
Spontan sei sie 1993 einem plakatierten Aufruf zum Mitmachen bei einem Weidenbauprojekt gefolgt. Inzwischen sei der Weidenbau ihr Lieblingsgelegenheitsjob. Sie jobbe, wo sich gerade was anbietet. Es gebe einfach kein Unternehmen, dass ihr die Freizügigkeit bei einer Festeinstellung gewähren würde, sieben bis zehn Wochen im Jahr bei Weidenbauten zuzubringen.
Seit der Errichtung des Auerworldpalastes in Auerstedt 1998 als erstes verwirklichtes Weidenbau-Großprojekt ist die Nachfrage nach derartigen Bauten in Europa, vor allem in Deutschland riesengroß. Ber nadette gehört inzwischen zu den «alten Hasen» in diesem Metier. Elf oder zwölf dieser grünen Biotope habe sie mit errichtet.
Was sie daran so fasziniere? Einige Semester Tanz und Theaterwissenschaften habe sie studiert. Zudem habe sie sich im Schmuckdesign probiert. Kreativität sei ihre Lebensmaxime und nirgendwo besser zu verwirklichen, als beim Weidenbau. Sie mag die körperliche Arbeit und nennt es «mit den Weiden tanzen» . Dass sie gern klettert, war für jeden erkennbar, der ihr in Schlepzig bei der Arbeit zusah. Nicht zu vergessen seien die vielfältigen Kontakte mit anderen Menschen, darunter vielen Gleichgesinnten beim Weidenbau. Jedes dieser Projekte sehe sie als ein zutiefst soziales an. Erzeuge doch die Arbeit an den Pflanzungen einen beispiellosen Teamgeist, selbst bei Helfern, die ansonsten in ihrem sozialen Umfeld kaum oder bestenfalls negativ in Erscheinung treten.
Die Einschätzung, dass die Arena Salix für sie bisher der schönste Weidenbau sei, relativiert Bernadette Mercx gleich wieder. Denn jedes zukünftige Projekt werde immer unmittelbar nach Fertigstellung für sie der schönste Weidenbau sein. Kaum sei ein Projekt beendet, richte sie ihre ganze Aufmerksamkeit auf die kommenden Vorhaben, verspüre den Drang nach neuen Herausforderungen, Superlativen und Rekorden in der noch jungen Branche der Biotektur. Das hat sie mit ihrem Onkel, dem berühmten belgischen Ex-Radrennprofi Eddie Merckx gemeinsam, der in seiner Sportart auch so manchen Rekord aufstellte.

Andreas Traube

 


14.04.2004 Lausitzer Rundschau
Lebendes Bauwerk




Foto: Foto: ZB
Diesen Weidendomkönnen Gäste auf dem Gelände des Landgasthofes «Zum grünen Strand der Spree» in Schlepzig betrachten. In dem kleinen Ort im Unterspreewald entstand in den vergangenen Wochen Brandenburgs erster Weidenbau, so der Bauherr Torsten Römer. Der Schweizer Architekt Marcel Kalberer hat den 22 Meter breiten und elf Meter hohen Dom entworfen. Weidenbündel wurden gemäß der Bauzeichnung gepflanzt und zu der kuppelartigen Trägerstruktur geformt und verbunden. Jetzt übernimmt die Natur die Bauherrschaft und stabilisiert das Pflanzwerk durch Wurzelbildung der Weidenäste. Nach rund fünf Jahren ist der gesamte Dom eingewachsen. Genutzt werden soll das lebendige Bauwerk mit integrierter Bühne als Treffpunkt für Jung und Alt.

Berliner Morgenpost 14.4.2004

Ein Weidendom am grünen Strand der Spree


Schlepzig - Auf dem Gelände des Landgasthofes "Zum grünen Strand der Spree" in Schlepzig (Dahme-Spreewald) wächst ein Weidendom. In dem kleinen Ort im Unterspreewald entstand in den vergangenen Wochen Brandenburgs erster Weidenbau, so der Bauherr Torsten Römer. Der Schweizer Architekt Marcel Kalberer hat den Weidendom entworfen. Weidenbündel wurden gemäß der Bauzeichnung gepflanzt und zu der kuppelartigen Trägerstruktur verbunden.

Kalberer legt Wert darauf, dass es sich um ein "Baumwerk" und nicht um ein Bauwerk handele. Es sei das fünfte Großprojekt dieser Art, das er und sein Team pflanzten. Es ist 22 Meter breit und elf Meter hoch. 200 Kubikmeter Weidenstangen, 840 Meter Stahlrohr, 3000 Meter normales Seil und 150 Kilo Kokosseil wurden benötigt.

Jetzt übernimmt die Natur die "Bauherrschaft" und stabilisiert das Pflanzwerk durch Wurzelbildung der Äste. Nach fünf Jahren ist der Dom mit integrierter Bühne eingewachsen. Genutzt werden soll er als Treffpunkt für Jung und Alt, als Rastplatz für Wanderer oder grünes Klassenzimmer.

LR


19.04.2004 Lausitzer Rundschau
Hau ruck!


Foto: Foto: A. Wawro
Für einen Dombaudürfte das Rekordzeit sein: sechs Wochen von der Grundsteinlegung bis zum Richtfest. Allerdings handelt es sich bei dem auf der Wiese hinter dem Landgasthof «Zum grünen Strand der Spree» in Schlepzig entstandenen Bau nicht um einen aus Stein, Glas oder Beton. Vielmehr besteht er aus Weiden, weshalb er auch Arena Salix heißt. Die Richtkrone zogen am Sonnabend unter anderem Landrat Martin Wille, Landgasthof-Inhaber Torsten Römer und Dieter Irlbacher, Chef des Spreewaldvereins hoch. Dieser erste Weidendom in Brandenburg, der ein Projekt der europäischen Gemeinschaftsinitiative Leader plus ist und dessen «Grundstein-Pflanzung» am 8. März war, soll am 1. Mai seine «Einweidung» erleben.



Eingeweiht



Foto: Foto: A. Wawro
Die aus Weiden geformte Arena Salix am Schlepziger Ortsausgang Richtung Krausnick erlebte am Sonnabend ihre Einweihung. Das Ensemble «Ya-Ka-Scha» hatte dabei am späten Vormittag den musikalischen Part übernommen.

 

07.05.2004 Lausitzer Rundschau
Weidendom vom Kahn aus betrachten
Hochzeiten, Konzerte und Inszenierungen geplant

Die «Arena Salix» , der Weidendom, der am Ortsausgang Schlepzig in Richtung Krausnick auf dem Gelände des Schlepziger Landgasthofs mit Privatbrauerei entstanden ist, ziehe bereits jetzt zahlreiche Neugierige an, berichtet Anja Römer.

Sie wollen einfach gucken, sich hinsetzen, das Bauwerk auf sich wirken lassen. Doch auch weitere Nutzungen stehen für das Gebilde ins Haus: Hochzeiten und Polterhochzeiten seien geplant, Konzerte wolle man wie bei der Eröffnung des Weidendoms bereits erprobt auch weiter veranstalten, Seminare und Tagungen im Landgasthof können einfach nach draußen verlegt werden.
Entstanden ist der Dom in Zusammenarbeit mit dem Leader-plus-Projekt, das europäische Fördermöglichkeiten eröffnet. Zu 45 Prozent werden die Ausgaben der Landgasthof-Betreiber so unterstützt. Den Rest müssen sie selbst tragen.
Noch sei die Förderung nicht geflossen, so Anja Römer, zumal in letzter Zeit noch Erdarbeiten rund um den Weidendom erledigt wurden. «Wir warten, bis wir alle Rechnungen zusammenhaben, und reichen sie dann ein.»
Apropos Erdarbeiten: Ein Kahnfährhafen solle nicht entstehen, verneint Anja Römer vehement. Die Fahrten, bei denen der Landgasthof angesteuert wird, sollen weiter über den Kahnfährhafen abgewickelt werden, betont sie. Man habe lediglich eine Renaturierung vor dem alten Schwenk vorgenommen, der zugeschüttet worden war und nun wieder geöffnet wurde.
Die Idee sei, hier mit dem Kahn hineinfahren zu können und den Weidendom vom Wasser aus zu erleben, zum Beispiel auch bei Inszenierungen. Sicher könne auch mal, «als Notbehelf» , jemand aussteigen und im Gasthof eine Wurst essen, so Anja Römer, aber den großen Trubel wolle man sich nicht auf diese Weise in den Gasthof holen. Ein öffentlicher Kahnfährhafen solle daraus keinesfalls werden.
Als weitere Anziehungspunkte des Landgasthofs habe man in dieser Saison den Weidendom und wolle das Brennhaus gegenüber fertig bauen. Damit sei man erstmal ausgelastet.

Ingvil Schirling