10.03.2004
Lausitzer
Rundschau
«Unser Dom wird schöner!»
In nur vier Wochen soll der Weidenbau fertig
gepflanzt sein
Kalt wehte der Wind am vergangenen Montagvormittag
über die Wiese hinter dem «Landgasthof
zum grünen Strand der Spree»
in Schlepzig. Die zahlreichen Schüler
und Erwachsenen, die Weidenzweige beschnitten
und Löcher gruben, schienen dies nicht
zu spüren. Mit roten Wangen und voller
Elan arbeiteten alle zusammen, um den ersten
Weidendom im Spreewald Wirklichkeit werden
zu lassen. Zur «Grundsteinpflanzung»
hatte sich auch lokale Prominenz eingefunden.
Foto: Foto:
A. Wawro
Mit Spreewälder Bier wurde über
dem Modell auf das gute Wachsen des Weidendoms
in Schlepzig angestoßen.
«Es sieht total cool aus» schwärmte
Juliane Rehor, Schülerin der Klasse
8 c der Lübbener Realschule, mit einem
Blick auf das Modell des Weidendoms. Dieses
stand mitten auf der Wiese auf einem Tisch,
um allen vor Augen zu führen, was in
den nächsten Wochen dort errichtet
werden soll.
Arbeitsreiche
Klassenfahrt
Seit 8 Uhr morgens waren die 30 Schüler
der achten Klasse mit ihrer Lehrerin Martina
Siggel auf der Wiese, um kräftig mit
anzupacken. In warme Arbeitskleidung gehüllt
und mit Gummistiefeln und Arbeitshandschuhen
bewaffnet waren sie eifrig bei der Sache.
Für eine Woche sind die Schüler
im Schullandheim untergebracht. Von 8 bis
14.30 Uhr werden sie bei der Pflanzung mithelfen.
Das kalte Wetter mache ihm nichts aus, so
der 14-jährige Marcel Harting. «Wir
sind hart im Nehmen.» Außerdem
sei es ein tolles Gefühlt bei solch
einem Projekt mitzuhelfen, erzählte
seine Mitschülerin Christina Jüngling.
Sie werde bestimmt später vorbei schauen,
wie der Dom wachse, fügte Juliane Tätzel
hinzu.
Auch die Erwachsenen waren von dem Projekt
beeindruckt. Die Anregung sei vom Weidenbau
aus Rostock gekommen, aber der Spreewälder
Weidendom werde viel schöner, so Landrat
Martin Wille in seiner Ansprache zur «Grundsteinpflanzung»
. «Der Spreewald macht mal wieder
mit neuen Ideen von sich reden» ,
lobte er die Wirkung des Weidenbaus.
«Baumwerk»
mit technischer Finesse
Der Schweizer Architekt Marcel Kalberer
legte Wert darauf, dass es sich bei seinem
Entwurf um ein «Baumwerk» und
nicht um ein Bauwerk handele. Es sei das
fünfte Großprojekt dieser Art,
das er und sein Team pflanzten.
Am Modell, welches Korbmacher und Mitarbeiter
des Spreewaldvereins Andreas Traube anfertigte,
erläuterte Kalberer das Prinzip des
Baus und seine technischen Feinheiten. Zur
Stabilisierung des Doms werde ein Stahlgerüst
aufgestellt. An diesem werden die Stecklinge
entlang wachsen und immer im Frühjahr
und Herbst eingeflochten werden. Pro Jahr
werden etwa zwei Meter neuer Weidentriebe
hinzu kommen, erklärte Andreas Traube.
«In drei bis fünf Jahren wird
der Dom bis oben zugewachsen sein.»
Da die Weidenstecklinge noch nicht bis ganz
oben reichen, werde der obere Teil des Gerüstes
mit Schilf umwickelt, sagte der Architekt.
Der Boden und das Gebiet seien der ideale
Standort für einen Weidenbau, schwärmte
er.
Der Inhaber des Landgasthofes und bald auch
des Weidendomes, Torsten Römer, lobte
das Engagement der «tapferen Schüler»
, die ihre Klassenfahrt der Arbeit am Dom
widmen.
«Wer die Pflanzung verfolgen möchte,
der muss schnell sein» , sagte Dieter
Irlbacher, Geschäftsführer des
Spreewaldvereins. Er hatte im Vorfeld alle
Schulen im Umkreis besucht, um das Projekt
vorzustellen und um Mithilfe zu werben.
Nach der Klasse 8 c werden Mitte März
polnische Jugendliche über das europäische
«Leonardo da Vinci» -Förderprogramm
für arbeitslose Jugendliche am Weidendom
mitarbeiten. Andreas Traube bewertete diese
Zusammenarbeit sehr positiv. «Die
Schüler bauen sich ihr eigenes grünes
Klassenzimmer.»
Infos zum Thema Der Weidendom
22 Meter breit und elf Meter hoch soll der
Weidenbau werden. Dafür werden 200
Kubikmeter Weidenstangen, 840 Meter Stahlrohr,
3000 Meter normales Seil und 150 Kilogramm
Kokosseil benötigt. Genutzt werden
soll der Weidendom mit integrierter Bühne
als Kommunikationstreff für Jung und
Alt, für künstlerische und kulturelle
Projekte, als Rastplatz für Wanderer,
als «Grünes Klassenzimmer»
für Schüler sowie als Werkstatt-Podium
für organische Gestaltung und organisches
Bauen.
Von Anke Richter
Lausitzer
Rundschau 15.03.2004
"Wir sind jetzt eine
Klasse"
Realschüler arbeiteten
mit am Weidendom
"Es
war ein Härtetest und die Schüler
haben ihn toll gemeistert", lobte Lehrerin
Martina Siggel ihre Klasse 8 c der Lübbener
Realschule.
Foto: Foto:
A. Wawro
Schüler der 8 c der Lübbener Realschule
halfen für eine Woche tatkräftig
bei den ersten Pflanzungen für den
Weidendom in Schlepzig mit.
Ihre einwöchige Projektfahrt haben
die Schüler in Schlepzig verbracht,
wo sie am Tage mitgeholfen haben, die ersten
Stecklinge für den Weidendom einzupflanzen.
Schmutzig und müde waren die Schüler
am Freitagmittag. Doch alle Augen strahlten,
wenn sie auf "ihren" Dom blickten,
von dem am Freitag die ersten Bögen
standen. "Es ist ein tolles Gefühl,
zu wissen, dass wir bei dem Projekt mitgeholfen
haben" , so Marc Metiska. Der Dienstag
und der Mittwoch seien am härtesten
gewesen, erzählte Erik Noleppa. "Es
war kalt und nass, da wollten wir erst alle
nicht aus dem Schullandheim raus."
"Diese Woche hat uns zusammen geschweißt"
, sagte Sabrina Lindner. Ein Teil der Klasse
stamme aus Luckau. Da habe es immer zwei
Gruppen gegeben. "Jetzt sind wir eine
Klasse" , so Sabrina. Dass sie in dieser
Woche so viele Spaß haben würde,
das hätte Nadine Anders nie gedacht.
"Erst fand ich die Idee doof, hier
mitzuarbeiten. Ich dachte es wird langweilig."
Doch dann habe sie zu denen gehört,
die abends immer am längsten gearbeitet
haben, schmunzelte die Lehrerin. An diese
Woche werden sich die Schüler noch
lange erinnern. "Wir kommen bestimmt
mal mit dem Fahrrad vorbei" , so Tobias
Michelchen. (ar)
Lausitzer
Rundschau 15.03.2004
In der «Saftruhe» geschnitten
Ging beim Weidenschnitt alles rechtens zu?
Ob beim Schnitt der Zweige für den
in Schlepzig entstehenden Weidendom alles
rechtens gewesen sei, wird die Lübbener
Stadtverwaltung von der Unteren Naturschutzbehörde
des Landkreises wissen wollen. Das regte
der Bauausschuss an.
Denn bei dessen vergangener Sitzung erklärte
Steinkirchens Ortsvorsteher Günther
Haase, dass es verboten sei, Weiden zu schneiden,
wenn deren Kätzchen noch nicht blühen
würden. Im Fall des Schnitts für
den Weidendom sei dies aber passiert.
Nun entsteht zwar der «Dom»
bei Schlepzig, jedoch stammt ein Teil seiner
Stecklinge aus Hartmannsdorf und damit von
Lübbener Gebiet. Deshalb nahm sich
der Bauausschuss der Sache an.
Als gelernter Korbmacher wisse er, dass
Weiden nur während ihrer so genannten
Saftruhe geschnitten werden dürfen,
erklärte Andreas Traube auf RUNDSCHAU-Nachfrage.
Daran habe man sich gehalten.
Außerdem versicherte der Mitarbeiter
des Spreewaldvereins, und Mitinitiator des
Projekts in Schlepzig, dass man mit der
Unteren Naturschutzbehörde «sehr
gut zusammengearbeitet hat. Wir haben von
dieser hervorragendes Kartenmaterial für
die Auswahl der Standorte, wo geschnitten
werden kann, erhalten. Die konnten gar nicht
verfehlt werden» . Zweige habe man
auch von Standorten erhalten, wo im Auftrag
des Amtes Unterspreewald sowieso Weiden
verschnitten wurden. (dh)
 |
Foto: Foto: A. Wawro,
Lausitzer
Rundschau 23.03.2004
«Einweidung»nennt Anja Römer
vom Landgasthof Schlepzig die Feier, mit
der am 1. Mai der Weidendom auf dessen Grundstück
eingeweiht werden soll. Er entstand mit
Hilfe des Leader-plus-Projekts. Erst kürzlich
fand für ihn die «Grundsteinpflanzung»
statt. Die Weidenpflanzen dafür stammen
aus dem gesamten Amt Unterspreewald und
aus Lübben. Nun muss er aus eigener
Kraft größer werden und sich
hoffentlich zu einem weiteren Anziehungspunkt
im Spreewald entwickeln. Die «Einweidung»
des «Baumwerkes» jedenfalls,
kündigt Anja Römer an, soll am
1. Mai stattfinden. Gefeiert werden soll
mit den «Rot Peppers» aus Berlin.
Lausitzer
Rundschau 08.04.2004
Die mit den Weiden tanzt
Bernadette Mercx baute an der Arena Salix
mit
Arena Salix, den Schlepziger Weidenbau,
nennt Bernadette Mercx auf die Frage, welche
Weidenkonstruktion bisher die schönste
für sie war. An dieser hat sie in den
vergangenen Tagen mit dem Team «Sanfte
Strukturen» mitgearbeitet.
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Foto: Foto: A. Wawro
Die Arbeiten in luftiger Höhe an der
Arena Salix ließ sich Bernadette Mercx
nicht nehmen.
Das Team vereint Weidenbau-Aktivisten um
den Ideengeber und Architekten Marcel Kalberer.
Der Großteil aller grünen domartigen
Bau(m)werke trägt dessen Handschrift.
Die Verarbeitung von frischgrünen Weiden
zu kuppelartigen Strukturen verbindet die
Holländerin Bernadette Mercx (37) mit
zweifachem Glück: Bei dieser Tätigkeit
hat sie die Liebe ihres Lebens getroffen,
der sie in die Schweiz folgte. Zum anderen
ist der Weidenbau die Erfüllung schlechthin
für sie.
Spontan sei sie 1993 einem plakatierten
Aufruf zum Mitmachen bei einem Weidenbauprojekt
gefolgt. Inzwischen sei der Weidenbau ihr
Lieblingsgelegenheitsjob. Sie jobbe, wo
sich gerade was anbietet. Es gebe einfach
kein Unternehmen, dass ihr die Freizügigkeit
bei einer Festeinstellung gewähren
würde, sieben bis zehn Wochen im Jahr
bei Weidenbauten zuzubringen.
Seit der Errichtung des Auerworldpalastes
in Auerstedt 1998 als erstes verwirklichtes
Weidenbau-Großprojekt ist die Nachfrage
nach derartigen Bauten in Europa, vor allem
in Deutschland riesengroß. Ber nadette
gehört inzwischen zu den «alten
Hasen» in diesem Metier. Elf oder
zwölf dieser grünen Biotope habe
sie mit errichtet.
Was sie daran so fasziniere? Einige Semester
Tanz und Theaterwissenschaften habe sie
studiert. Zudem habe sie sich im Schmuckdesign
probiert. Kreativität sei ihre Lebensmaxime
und nirgendwo besser zu verwirklichen, als
beim Weidenbau. Sie mag die körperliche
Arbeit und nennt es «mit den Weiden
tanzen» . Dass sie gern klettert,
war für jeden erkennbar, der ihr in
Schlepzig bei der Arbeit zusah. Nicht zu
vergessen seien die vielfältigen Kontakte
mit anderen Menschen, darunter vielen Gleichgesinnten
beim Weidenbau. Jedes dieser Projekte sehe
sie als ein zutiefst soziales an. Erzeuge
doch die Arbeit an den Pflanzungen einen
beispiellosen Teamgeist, selbst bei Helfern,
die ansonsten in ihrem sozialen Umfeld kaum
oder bestenfalls negativ in Erscheinung
treten.
Die Einschätzung, dass die Arena Salix
für sie bisher der schönste Weidenbau
sei, relativiert Bernadette Mercx gleich
wieder. Denn jedes zukünftige Projekt
werde immer unmittelbar nach Fertigstellung
für sie der schönste Weidenbau
sein. Kaum sei ein Projekt beendet, richte
sie ihre ganze Aufmerksamkeit auf die kommenden
Vorhaben, verspüre den Drang nach neuen
Herausforderungen, Superlativen und Rekorden
in der noch jungen Branche der Biotektur.
Das hat sie mit ihrem Onkel, dem berühmten
belgischen Ex-Radrennprofi Eddie Merckx
gemeinsam, der in seiner Sportart auch so
manchen Rekord aufstellte.
Andreas Traube
14.04.2004 Lausitzer Rundschau
Lebendes Bauwerk
Foto: Foto: ZB
Diesen Weidendomkönnen Gäste auf
dem Gelände des Landgasthofes «Zum
grünen Strand der Spree» in Schlepzig
betrachten. In dem kleinen Ort im Unterspreewald
entstand in den vergangenen Wochen Brandenburgs
erster Weidenbau, so der Bauherr Torsten
Römer. Der Schweizer Architekt Marcel
Kalberer hat den 22 Meter breiten und elf
Meter hohen Dom entworfen. Weidenbündel
wurden gemäß der Bauzeichnung
gepflanzt und zu der kuppelartigen Trägerstruktur
geformt und verbunden. Jetzt übernimmt
die Natur die Bauherrschaft und stabilisiert
das Pflanzwerk durch Wurzelbildung der Weidenäste.
Nach rund fünf Jahren ist der gesamte
Dom eingewachsen. Genutzt werden soll das
lebendige Bauwerk mit integrierter Bühne
als Treffpunkt für Jung und Alt.
Berliner
Morgenpost 14.4.2004
Ein Weidendom
am grünen Strand der Spree
Schlepzig - Auf dem Gelände
des Landgasthofes "Zum grünen
Strand der Spree" in Schlepzig (Dahme-Spreewald)
wächst ein Weidendom. In dem kleinen
Ort im Unterspreewald entstand in den vergangenen
Wochen Brandenburgs erster Weidenbau, so
der Bauherr Torsten Römer. Der Schweizer
Architekt Marcel Kalberer hat den Weidendom
entworfen. Weidenbündel wurden gemäß
der Bauzeichnung gepflanzt und zu der kuppelartigen
Trägerstruktur verbunden.
Kalberer
legt Wert darauf, dass es sich um ein "Baumwerk"
und nicht um ein Bauwerk handele. Es sei
das fünfte Großprojekt dieser
Art, das er und sein Team pflanzten. Es
ist 22 Meter breit und elf Meter hoch. 200
Kubikmeter Weidenstangen, 840 Meter Stahlrohr,
3000 Meter normales Seil und 150 Kilo Kokosseil
wurden benötigt.
Jetzt übernimmt
die Natur die "Bauherrschaft"
und stabilisiert das Pflanzwerk durch Wurzelbildung
der Äste. Nach fünf Jahren ist
der Dom mit integrierter Bühne eingewachsen.
Genutzt werden soll er als Treffpunkt für
Jung und Alt, als Rastplatz für Wanderer
oder grünes Klassenzimmer.
LR
19.04.2004 Lausitzer Rundschau
Hau ruck!
Foto: Foto: A. Wawro
Für einen Dombaudürfte das Rekordzeit
sein: sechs Wochen von der Grundsteinlegung
bis zum Richtfest. Allerdings handelt es
sich bei dem auf der Wiese hinter dem Landgasthof
«Zum grünen Strand der Spree»
in Schlepzig entstandenen Bau nicht um einen
aus Stein, Glas oder Beton. Vielmehr besteht
er aus Weiden, weshalb er auch Arena Salix
heißt. Die Richtkrone zogen am Sonnabend
unter anderem Landrat Martin Wille, Landgasthof-Inhaber
Torsten Römer und Dieter Irlbacher,
Chef des Spreewaldvereins hoch. Dieser erste
Weidendom in Brandenburg, der ein Projekt
der europäischen Gemeinschaftsinitiative
Leader plus ist und dessen «Grundstein-Pflanzung»
am 8. März war, soll am 1. Mai seine
«Einweidung» erleben.
Eingeweiht
Foto: Foto: A. Wawro
Die aus Weiden geformte Arena Salix am Schlepziger
Ortsausgang Richtung Krausnick erlebte am
Sonnabend ihre Einweihung. Das Ensemble
«Ya-Ka-Scha» hatte dabei am
späten Vormittag den musikalischen
Part übernommen.
07.05.2004
Lausitzer Rundschau
Weidendom vom Kahn aus betrachten
Hochzeiten, Konzerte und Inszenierungen
geplant
Die «Arena Salix» , der Weidendom,
der am Ortsausgang Schlepzig in Richtung
Krausnick auf dem Gelände des Schlepziger
Landgasthofs mit Privatbrauerei entstanden
ist, ziehe bereits jetzt zahlreiche Neugierige
an, berichtet Anja Römer.
Sie wollen
einfach gucken, sich hinsetzen, das Bauwerk
auf sich wirken lassen. Doch auch weitere
Nutzungen stehen für das Gebilde ins
Haus: Hochzeiten und Polterhochzeiten seien
geplant, Konzerte wolle man wie bei der
Eröffnung des Weidendoms bereits erprobt
auch weiter veranstalten, Seminare und Tagungen
im Landgasthof können einfach nach
draußen verlegt werden.
Entstanden ist der Dom in Zusammenarbeit
mit dem Leader-plus-Projekt, das europäische
Fördermöglichkeiten eröffnet.
Zu 45 Prozent werden die Ausgaben der Landgasthof-Betreiber
so unterstützt. Den Rest müssen
sie selbst tragen.
Noch sei die Förderung nicht geflossen,
so Anja Römer, zumal in letzter Zeit
noch Erdarbeiten rund um den Weidendom erledigt
wurden. «Wir warten, bis wir alle
Rechnungen zusammenhaben, und reichen sie
dann ein.»
Apropos Erdarbeiten: Ein Kahnfährhafen
solle nicht entstehen, verneint Anja Römer
vehement. Die Fahrten, bei denen der Landgasthof
angesteuert wird, sollen weiter über
den Kahnfährhafen abgewickelt werden,
betont sie. Man habe lediglich eine Renaturierung
vor dem alten Schwenk vorgenommen, der zugeschüttet
worden war und nun wieder geöffnet
wurde.
Die Idee sei, hier mit dem Kahn hineinfahren
zu können und den Weidendom vom Wasser
aus zu erleben, zum Beispiel auch bei Inszenierungen.
Sicher könne auch mal, «als Notbehelf»
, jemand aussteigen und im Gasthof eine
Wurst essen, so Anja Römer, aber den
großen Trubel wolle man sich nicht
auf diese Weise in den Gasthof holen. Ein
öffentlicher Kahnfährhafen solle
daraus keinesfalls werden.
Als weitere Anziehungspunkte des Landgasthofs
habe man in dieser Saison den Weidendom
und wolle das Brennhaus gegenüber fertig
bauen. Damit sei man erstmal ausgelastet.
Ingvil Schirling
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